Zoo - Vom Gefängnis zur Arterhaltung
Zoologische Gärten sind auf der ganzen Welt ein Publikumsmagnet. In vielen Ländern gehört ein Zoobesuch zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen: Sechshundert Millionen Besucher jährlich registrierte die weltweite Vereinigung aller Zoos und Aquarien (WAZA) in den vergangenen Jahren. Was aber ist das Geheimnis des wilden Tieres, warum wecken Zoos ein derart großes öffentliches Interesse?
Ein Zoo gehört mittlerweile ganz selbstverständlich zum Freizeitrepertoire jeder Großstadt. Bei den ersten Menagerien, zoologischen Gärten und Tierschauen in Europa standen auch jedoch die Bedürfnisse des Publikums im Vordergrund – und nicht die der Tiere.
Erst langsam veränderte sich das, denn die Besucher wollten nicht mehr verhaltensauffällige Tiere in engen Käfigen sehen. Auch neue Erkenntnisse aus der tierischen Verhaltensforschung und Überlegungen zur Arterhaltung führten zu einem Umdenken.
Und was mit der Ablösung enger Käfige zugunsten von artgerechten Gehegen begann, findet in der Rekonstruktion tropischer Ökosysteme, wie der 11.000 Quadratmeter großen Ökosystemhalle in Zürich, seine ehrgeizige Fortsetzung.
Dörthe und Pierre besuchen heute den Kölner Zoo, wo der Affe Petermann einst die Attraktion war. Sie sprechen mit dem Kurator Bernd Marcordes über die Rolle, die Tierparks heute bei Naturschutz und Erhalt bedrohter Tierarten spielen können.

Erstausstrahlung am 11.01.2011
Wiederholung am 30.08.2011
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






