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Mitgefühl - Evolutionsbiologische Notwendigkeit oder kulturelles Konstrukt?

ARTE Do 11.02.10, 08:45 Uhr

Das Mitgefühl gilt als ein typisch menschliches Gefühl. Zurecht? Ist es wirklich nur dem Menschen vorbehalten, Empathie zu empfinden? Warum haben wir dieses Gefühl und wann entsteht es? Liegt es bereits in unseren Genen oder wird es uns anerzogen? Eine Menge Fragen, denen die x:enius-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard heute mal nachgehen wollen.

Dazu begeben sich die beiden zunächst in eine belebte Fußgängerzone, wo ein Spendensammler und ein Obdachloser aus ihrem Erfahrungsschatz berichten. Aber: Warum sagen manchen ja und manche nein zu diesem Gefühl? Oder haben vielleicht gar nicht alle Menschen die Fähigkeit zur Empathie? Dörthe und Pierre beschließen, einen Experten zu Rate zu ziehen.  Am Max-Planck-Institut in Leipzig erforscht Felix Warneken das empathische Verhalten bei Kleinkindern und bei Schimpansen. Mit weltweit Aufsehen erregenden Ergebnissen. Auch die Moderatoren staunen nicht schlecht. Sollte nicht unsere Fähigkeit zu Mitgefühl uns von den Tieren unterscheiden? Die beiden recherchieren weiter und suchen Isabella Heuser auf. Sie ist Professorin an der Charite und forscht an dem Phänomen Gefühlsblindheit. Eine Menge Menschen sind davon betroffen. Die meisten davon: unwissentlich. Etwa auch Pierre? Ein Hirnscan soll die Frage klären.

Mitgefühl – ein als typisch menschlich geltendes Gefühl also, welches jedoch auch Tiere haben können, dabei aber gar nicht alle Menschen? Oder kann man Mitgefühl auch wieder verlieren? Sind vielleicht Spiegelneuronen der Schlüssel zum Verständnis von Empathie?

Fragen, die bei X:enius heute beantwortet werden.

Erstausstrahlung am 20.02.2009

X:enius

Informationen zur Sendereihe X:ENIUS

X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.45 Uhr und um 17.40 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.

In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.

Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
 

Informationen zu den Moderatoren

Dörthe Eickelberg

Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.


Pierre Girard

ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.

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