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Jagd – grausam oder ökologisch notwendig?

ARTE Di 29.11.11, 08:45 Uhr

Rund 350.000 Hobbyjäger soll es in Deutschland geben, in Frankreich wird ihre Zahl sogar auf 1,4 Millionen geschätzt. Was für sie Naturerlebnis und sportliche Leidenschaft bedeutet, sehen Kritiker als Tierquälerei. „Aus unserer Sicht ist es im 21. Jahrhundert nicht mehr gerechtfertigt, nur zu seinem Vergnügen einfach Tiere abzuschießen“, sagt James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund.

Dörthe Eickelber und Pierre Girard gehen deshalb in dieser Sendung der Frage nach, ob die Jagd wirklich ein grausames Vergnügen ist oder wichtig fürs ökologische Gleichgewicht. Sie betrachten dabei problematische Auswüchse der Jagd wie die Zunahme verantwortungsloser Wilderei und die Treib- oder Drückjagden, bei denen die Tiere unter erheblichen Stress gesetzt und oft auch nicht richtig getroffen werden. Sie stellen sich die Frage nach den natürlichen Jägern wie Wolf, Bär oder Luchs, die in den meisten Wäldern nicht mehr oder kaum noch vorkommen. Und sie zeigen, was ein Stadtjäger eigentlich macht.

Pierre geht sogar selbst auf die Jagd. Er begleitet den erfahrenen Schützen Moritz Ritler im idyllischen Schweizer Lötschental auf der Pirschjagd nach einem Steinbock. Sie finden das Tier und… – was dann passiert, wird nicht verraten.

Und auch ob die Vegetarierin Dörte sich am Ende mit dem Thema Jagd aussöhnt, muss der Zuschauer selbst herausfinden.

Erstausstrahlung am 29.11.2011

X:enius

Informationen zur Sendereihe X:ENIUS

X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.

In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.

Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
 

Informationen zu den Moderatoren

Dörthe Eickelberg

Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.


Pierre Girard

ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.

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