Immer auf dem letzten Drücker - warum wir Lästiges ständig vor uns herschieben?
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - mit dieser Redewendung hat wohl jeder schon einmal lästige Arbeiten auf den nächsten Tag verschoben. Aber was tun, wenn aus der lockeren Floskel eine chronische Verhaltensstörung wird?
Prokrastination ist der Begriff, mit dem Psychologen den Zwang beschreiben, unangenehme Aufgaben zu vertagen. Doch warum machen wir so gerne Dinge auf den letzten Drücker? Und wann wird aus dem natürlichen Bedürfnis sich vor unangenehmen Aufgaben zu drücken, eine ernsthafte Störung?
An der Uni Münster werden nun Therapiemethoden erforscht, die den Betroffenen helfen sollen, Aufgaben rechtzeitig anzugehen und der Lähmung durch schlechtes Gewissen zu entkommen. Doch Aufschieberitis betrifft nicht nur Studenten. Das Problem ist in der gesamten Gesellschaft weit verbreitet und macht selbst vor einem X:enius-Moderator nicht Halt.
X:enius über versäumte Termine, liegengebliebene Aufgaben und den immer knapper werdenden Rohstoff Zeit.

Erstausstrahlung am 13.10.2010
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






