Mythos Flamenco
Temperament und Leidenschaft – im Flamenco scheinen sich die typischen spanischen Charaktereigenschaften zu konzentrieren. In dessen Tanz und Gesang finden sich Einflüsse aus den unterschiedlichsten musikalischen Traditionen, die einst im Süden Spaniens aufeinandertrafen.
Bis heute betrachten die Gitanos, die spanischen Zigeuner, den Flamenco als einen bedeutenden und sinnlichen Ausdruck ihrer Identität – doch „erfunden“ haben sie ihn nicht. Denn der Flamenco entstand als Kunst von der Straße.
Erst Reisende aus Europa haben ihm auf die Bühne verholfen. Die berühmte Oper „Carmen“ des Franzosen Georges Bizet löste gar ein wahres Flamenco-Fieber aus. Und diese Begeisterung hält bis heute an! Von der UNESCO wurde der Flamenco sogar zu einem immateriellen Weltkulturerbe erklärt.
Doch wie ist der Flamenco entstanden? Wie interpretiert man ihn heute?
Und was davon ist folkloristisches Klischee und was noch spanische Tradition?
Um diesen Fragen nachzugehen reisen Dörthe und Pierre nach Murcia und treffen dort die junge Flamenco-Tänzerin Cynthia Cano.

Erstausstrahlung am 27.06.2011
Wiederholung am 23.05.2012
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






