Epigenetik - Wenn Essen auf die Gene schlägt
Der neue Forschungszweig Epigenetik räumt mit der alten Vorstellung auf, dass Gene unveränderlich sind- vielmehr sind sie beeinflussbar und wir selbst können sie durch unseren Lebensstil, wie etwa die Ernährung, an- oder ausschalten.
Das menschliche Erbgut: etwa 25.000 Gene, ein etwa zwei Meter langer Faden aus Desoxyribonukeinsäure (DNS). Diese Moleküle gelten als Bauplan des (menschlichen) Körpers. Aktuelle Forschungen zeigen nun, dass sich auf dieser DNS chemische „Anhängsel“ befinden, die unsere Gene, wie Schalter, an- oder ausschalten können.
Diese Schalter können durch äußere Einflüsse, wie beispielsweise die Ernährung, weit einfacher beeinflußt werden als die eigentlichen Gene. Die größte Überraschung für die Wissenschaftler ist aber, dass diese Informationen sogar von Eltern auf ihre Kinder weitergegeben, also vererbt werden können.
Der holländische Hungerwinter im Zweiten Weltkrieg ist ein Beispiel dafür, dass Hungersnöte auch für die folgenden Generationen genetische und gesundheitliche Folgen haben können. Außerdem wurden die Forscher auf die negativen Auswirkungen von Umweltgiften, wie beispielsweise das in Kunststoffverpackungen enhaltene Bisphenol A, aufmerkam.

Erstausstrahlung am 07.10.2011
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






