Das "Wrong Planet-Syndrom" : Vom Rätsel Autismus
Autismus ist eine rätselhafte, schwer zu fassende Störung des Sozialverhaltens. „Autismus“ bedeutet „Selbstbezogenheit“ und die Bandbreite dieses Andersseins ist groß: manche Betroffene erscheinen lediglich wie kauzige, in sich gekehrte Eigenbrötler, mit Höchstleistungen in abstrusen Spezialinteressen, wie z.B. dem Auswendiglernen von Fahrplänen.
Andere Autisten leiden massiv unter geistigen Beeinträchtigungen und brauchen lebenslange Betreuung. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie sich als Autisten in unserer Welt wie auf einem falschen Planeten vorkommen, - weshalb man auch vom „wrong planet-Syndrom“ spricht.
Autismus ist nicht leicht zu erkennen. Oft wird die Diagnose erst spät gestellt, bei manchen erst im Erwachsenenalter. Die Ursachen für das anders denkende Gehirn sind noch nicht eindeutig geklärt. Autismusforschung rückt mehr und mehr in den Fokus der Genforschung. Zudem arbeiten Wissenschaftler an Diagnosemethoden, mit denen sich die verschiedenen Formen von Autismus frühzeitig erkennen lassen.

Erstausstrahlung am 21.07.2011
X:enius
Informationen zur Sendereihe X:ENIUS
X:enius ist das neue Wissensmagazin auf ARTE, das von Montag bis Freitag jeweils um 8.25 Uhr, 13.00 Uhr und um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird. Abwechslungsreich und spielerisch handelt es sich um Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.
In 26 Minuten Sendezeit führt eine klare Fragestellung zu einem alltagsbezogenen Thema wie ein roter Faden durch die Sendung.
Das Wissensmobil räumt dem Moderatorenpaar auf ihrer Tour durch Europa die Flexibilität ein, Experten aufzusuchen, Naturphänomene direkt vor Ort zu beobachten und spielerische Experimente am Platz durchzuführen.
Informationen zu den Moderatoren
Dörthe Eickelberg
Jetzt-Moderatorin und Eigentlich-Regisseurin, hat mit dem Dokumentarfilm ihre Neugier zum Beruf erklärt. So suchte sie ganz Island nach Elfen ab (was schwierig ist, da diese unsichtbar sind) und diplomierte damit an der Filmakademie. Der Film lief auf Festivals von Amerika bis Zimbabwe, und Dörthe lief hinterher. Parallel arbeitete sie als Live- Moderatorin, und um sich weiter abzuhärten, ging sie nach Kanada und erzählte in der Öffentlichkeit Witze. Es folgten Deutschland-Touren mit Kabarettisten, Samstags-Auftritte in Berliner Improvisationstheatern und 4 Minuten WDR Poetry Slam. Als sie dann in Handarbeit die Internet-Satiren "Be Berliner!" bastelte, war sie von X:enius nur noch einen Mausklick entfernt.
Pierre Girard
ist der Franzose in der Xenius-Truppe. Der gebürtige Elsässer wollte schon als Kind Journalist werden und begeisterte sich vor allem für Wissenschafts- und Umweltthemen. Vier Jahre lang berichtete er über die Aktivitäten des Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guyana. Seit 2006 arbeitet er als Korrespondent für französische Printmedien und Fernsehsender in Berlin. Auch im X:enius-Mobil ist er nie ohne die beiden typischen Attribute des Reporters - Notizblock und Kaffeetasse – zu sehen.






