Zwischen Kaufrausch und Suppenküche: Bleiben die Ärmsten auf der Strecke
Zwischen Kaufrausch und Suppenküche: Bleiben die Ärmsten auf der Strecke?
Quergefragt, Mittwoch, 6. Dezember 2006, 20.15-21.00 Uhr im SWR Fernsehen
Das Weihnachtsgeschäft boomt, der Einzelhandel macht Gewinne wie lange nicht. Noch vor wenigen Wochen sorgte sich die Republik um die wachsende Unterschicht. Alles Schnee von gestern angesichts des kräftigen Aufschwungs? Angela Merkel will den Investivlohn einführen, damit Arbeitnehmer an den Unternehmensgewinnen teilhaben. Die SPD fordert gleich direkt saftige Lohnerhöhungen. Doch von all dem profitieren nur die, die eine Arbeit haben. Bei den Ärmsten der Gesellschaft kommt der Aufschwung bisher nicht an. Suppenküche statt Shoppen heißt ihre Realität.
Und die Kluft zwischen arm und reich wird immer breiter. Viele halten das für ein Armutszeugnis für eine Industrienation wie Deutschland. Geht es in Deutschland wieder aufwärts? Oder profitieren nur die, denen es ohnehin schon gut geht?Wieso gibt es in einem reichen Land wie Deutschland soviel Armut? Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 6. Dezember live aus dem Staatstheater in Mainz mit:
Kurt Beck, SPD, Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
Roger Willemsen, Journalist und Buchautor, der sich karitativ engagiert
Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung
Sabine Werth, Unternehmerin und Gründerin der Hilfsorganisation „Berliner Tafel“
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




