zitat

Zwischen Himmel und Hölle: Gibt es ein Leben nach dem Tod

SWR Mi 07.03.07, 20:15 Uhr

Zwischen Himmel und Hölle: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Vielen Menschen gibt der Glaube an eine Existenz im Jenseits Hoffnung und Stärke. Doch ob man in der Hölle schmoren muss oder im Paradies lustwandeln darf, hängt von den guten Werken im Diesseits ab. Die christlichen Kirchen bieten dafür ein ausgefeiltes Regelwerk. Dies diene nur dazu, den Menschen zu unterjochen und die Macht der Kirche zu festigen, kritisieren Atheisten. Nach dem Tod komme eben gar nichts mehr. Deshalb müsse man sein Leben bewusst gestalten und genießen. Eine Entlohnung im nächsten Leben gebe es nicht. Doch genau daran glauben die Buddhisten. Wer es schafft, seinen Geist zu läutern, wird im nächsten Leben als besserer Mensch wiedergeboren – davon sind sie überzeugt.

Fast alle Religionen und religiösen Weltanschauungen beschäftigen sich mit dem Jenseits, mit der Frage nach einer Existenzform nach dem irdischen Leben. Die soll den Menschen vor allem helfen, das Diesseits zu meistern – darin sind sich Religionskritiker wie Gläubige einig. Religion als Lebenshilfe: Ist das auch ein Grund dafür, dass Glauben in einer zunehmend orientierungslos gewordenen Gesellschaft wieder modern zu werden scheint? Oder spiegelt der „Wir-sind-Papst-Hype“ des letzten Jahres lediglich eine oberflächlichen Event-Religiosität wieder: „Glauben light“ statt Inhalte?

Wie sieht das Paradies aus?
Brauchen Menschen die Hilfe der Religion?
Was glaubt der, der an gar nichts glaubt?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 7. März im Staatstheater in Mainz mit:

Karl Kardinal Lehmann
Bischof von Mainz und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz,

Wilhelm Wieben
Fernsehmoderator und ehemaliger „Tagesschau“-Sprecher,

Bhikshuni Tenzin Wangmo
buddhistische Nonne aus Bayern und ehemalige Deutsche Meisterin im Gewichtheben,

Dr. Michael Schmidt-Salomon
Atheist und Vorstandssprecher der „Giordano Bruno Stiftung“.

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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