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Zwischen Altlast und Altersweisheit: Sind die Alten besser als ihr Ruf

SWR Mi 22.11.06, 20:15 Uhr

Zwischen Altlast und Altersweisheit: Sind die Alten besser als ihr Ruf?

Inzwischen ist die Prognose amtlich: Deutschland wird zu einer Nation von Rentnern. Wie wird das Leben in einer Gesellschaft, in der es doppelt so viele 60-Jährige wie Säuglinge gibt? Für viele eine Horrorvision - wie das Älterwerden überhaupt. Die Zipperlein mehren sich, man ist zunehmend auf die Hilfe anderer angewiesen, der Zeitgeist lässt einen links liegen. Die Riege der Ewigjungen versucht dem mit allen Mitteln zu entkommen. Eine ganze „Anti-Aging“-Industrie lebt davon. In Würde zu altern, scheint ein überholtes Konzept. Aber vielleicht joggen und fasten wir bald nicht mehr um der faltenlosen Schönheit willen, sondern um fit und leistungsstark zu bleiben, weil wir nämlich bis 75 arbeiten müssen. Das wäre auch gar nicht schlimm, meinen selbst viele alte Menschen, denn dann müssten Senioren nicht nur als Rentner der Gesellschaft auf der Tasche liegen, sondern könnten etwa als erfahrene Arbeitnehmer zu den Leistungsträgern des Staates werden – wenn man sie nur ließe.

Ist Älterwerden Lust oder Frust?Wie sollen in Zukunft die wenigen Jungen die vielen Alten finanzieren?Erleben wir bald die Diktatur der Rentner?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 22. November live im Staatstheater in Mainz mit:

Uschi Glas, Schauspielerin und Schirmherrin der Deutschen Hospiz Stiftung

Hellmuth Karasek, Journalist und Autor des Buches „Süßer Vogel Jugend oder: der Abend wirft längere Schatten“

Cora Stephan, Politikwissenschaftlerin und Krimiautorin (alias „Anne Chaplet“)

Daniel Bahr, FDP, sozialpolitischer Experte der Bundestagsfraktion und Mitglied der „Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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