zitat

Wenn Oma ein Baby bekommt: Brauchen wir eine Altersgrenze für Eltern

SWR Mi 19.12.07, 20:15 Uhr

Wenn Oma ein Baby bekommt: Brauchen wir eine Altersgrenze für Eltern?

„Quergefragt“ am 19. Dezember 2007, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen

 In einem Alter, in dem andere Oma werden, hat eine 64-jährige Frau aus Aschaffenburg mit Hilfe einer Eizellspende ihr erstes Kind bekommen. Die Empörung darüber ist bei vielen groß. Wichtigstes Argument: Das Kind könnte unter alten, möglicherweise bald kranken Eltern leiden. Außerdem könnten sie sterben, solange das Kind noch klein ist. Zwar sind Spätgebärende um die 40 heute fast normal, deutlich jenseits dieser Altersgrenze aber finden zumindest alte Mütter keine Zustimmung in unserer Gesellschaft. Bei alten Vätern ist das erstaunlicherweise ganz anders. Wer mit 60 oder 70 Jahren noch mal Kinder zeugt, erntet eher Bewunderung als Kritik. Im Gegensatz zu späten Vätern sind späte Mütter ohne die Errungenschaften der modernen Medizin meist nicht denkbar: Ob man eigene Eizellen zur späteren Verwendung einfrieren lässt oder – wie im Fall der Aschaffenburgerin – mit Hilfe einer fremden Eizellspende schwanger wird, was in Deutschland bislang verboten ist.

Angesichts der wachsenden Zahl von Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch fordern viele Fortpflanzungsmediziner inzwischen die Aufhebung dieser Verbote. Dürfen Frauen jenseits der 40 noch Kinder bekommen? Warum regt sich keiner über späte Väter auf? Leiden Kinder unter alten Eltern? Sollten Eizellspende und Leihmutterschaft in Deutschland erlaubt werden?

Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Birgit Wentzien am 19. Dezember live in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin u. a. mit:

Carmen Treschinsky, die mit 55 Jahren ihr erstes Kind erwartet

Rudolf Dreßler, ehemaliger SPD-Politiker und später Vater, der mit 56 noch einmal Nachwuchs bekam

Dr. med. Robert Emig, Leiter des Kinderwunsch Zentrums Mainz und Mitglied im Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren

 Jürgen Fliege, ev. Fernseh-Pfarrer und Buchautor.

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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