War Jesus verheiratet Der Streit um den Sakrileg-Film
War Jesus verheiratet? Der Streit um den Sakrileg-Film.
Antichristlich, beleidigend, verleumderisch – das Urteil katholischer Kirchenfürsten über Hollywoods neuesten Streifen „The Da Vinci Code – Sakrileg“ ist vernichtend. Boykottaufrufe begleiten die Weltpremiere des Films diese Woche. Schon die Buchvorlage des amerikanischen Autors Dan Brown hatte empörte Reaktionen aus Kirchenkreisen provoziert. Der Thriller, der mit über 50 Millionen verkaufter Buchexemplare zu den erfolgreichsten Bestsellern aller Zeiten zählt, behauptet, Christus sei mit Maria Magdalena verheiratet gewesen und hätte sogar eine Tochter mit ihr gehabt. Die Bibel und damit die Grundlage der christlichen Religion würde also auf falschen Annahmen beruhen. Dem Vatikan wird bewusste Geschichtsfälschung bis hin zum Auftragsmord unterstellt, um die Macht der Männer über die Frauen zu zementieren. Viele Gläubige sind empört und fragen sich, ob die Unterhaltungsindustrie heutzutage keine Tabus mehr kennt. Der Kirchenkrimi kann sich allerdings keine bessere Werbung zum Filmstart wünschen. Kann ein Film das Christentum in seinen Grundfesten erschüttern? Müssen sich Christen gegen solche Angriffe auf ihren Glauben vehementer wehren? Darf Kirchengeschichte trotz neuer Erkenntnisse nicht umgeschrieben werden?
Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 17. Mai im Staatstheater Mainz mit:
Dr. Heiner Geißler, Jesuitenzögling u. Buchautor („Was würde Jesus heute sagen?“)
Prof. Dr. theol. Uta Ranke-Heinemann, Theologin und Kirchenkritikerin
Bruder Paulus Terwitte, Kapuzinermönch und TV-Pfarrer („Um Gottes Willen“)
Matthias Matussek, Kulturchef des „Spiegel“
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




