Wahlgeschenke aus Berlin: Keine Jobs und keine Rente
Wahlgeschenke aus Berlin: Keine Jobs und keine Rente?
Quergefragt, Mittwoch, 8. März 2006, 20.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen
Der Wahlkampf läuft in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf Hochtouren. Landesregierungen und Oppositionsparteien ringen in jeweils unterschiedlichen parteipolitischen Formationen um die Macht. Die Landtagswahlen gelten auch als erste Stimmungstests für die neue schwarz-rote Bundesregierung. Die Wahlkämpfer im Südwesten werden deshalb aus Berlin tatkräftig unterstützt – mit reichlich Bundesprominenz vor Ort und Erfolgsmeldungen aus den Parteizentralen. Die Freude über den Rückenwind aus Berlin freilich fällt bei den Spitzenkandidaten von SPD und Union gedämpft aus, vor allem weil sie um ein eigenes landespolitisches Profil ringen müssen, das sie vom Berliner Koalitionspartner absetzt. Nun sorgt auch noch SPD-Bundesminister Müntefering für Extra-Wahlkampfgetöse: Rente zukünftig erst ab 67, Nullrunden für die jetzigen Ruheständler, Streit um Mindestlohn, Initiative „50 plus“ – Jobförderung für ältere Arbeitnehmer. Wer kann von diesen Bundesthemen im Südwesten profitieren, wem schaden sie? Für die Liberalen stehen die Verlierer fest: die Rentner. Bei stagnierenden Altersbezügen müssen sie ab 2007 mit der erhöhten Mehrwertsteuer klar kommen. Wie gelingt den Wahlkämpfern der Berliner Koalition der Spagat zwischen Kuschelkurs im Bund und Konfrontation im Land? Bundesthema Mindestlohn: Jobmaschine oder Beschäftigungskiller vor Ort?
Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 8. März im Staatstheater Mainz mit:
Ute Vogt, SPD, stellv. Bundesvorsitzende und Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg
Dr. Markus Söder, CSU-Generalsekretär
Dirk Niebel, FDP-Generalsekretär
Ise Thomas, Bündnis 90/ Die Grünen, Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




