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Verschleppt, gefoltert, vertuscht: Was weiß Deutschland

SWR Mi 14.12.05, 20:15 Uhr

Verschleppt, gefoltert, vertuscht: Was weiß Deutschland?

Quergefragt, Mittwoch, 14. Dezember 200520.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen

Ein deutscher Staatsbürger wird vom amerikanischen Geheimdienst entführt, monatelang festgehalten und gefoltert, weil er fälschlicherweise für einen Terroristen gehalten wird. Warum hat die alte, rot-grüne Bundesregierung nicht lauten Protest bei den USA eingelegt, als sie von Khaled al Masri nach seiner Freilassung über die Entführung informiert wurde? Ex-Bundesinnenminister Otto Schily und der neue Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, als Kanzleramtsminister unter Rot-Grün auch für die Geheimdienste zuständig, stehen plötzlich im Verdacht, Amerikas fragwürdige Methoden im Anti-Terrorkampf zu decken. Eigentlich will Kanzlerin Angela Merkel zu den USA ein freundschaftlicheres Verhältnis pflegen als ihr Vorgänger. Irritationen über den Fall al Masri, CIA-Flüge und unterschiedliche Folterdefinitionen machen ihr das in diesen Tagen allerdings schwer. Dabei braucht sie die Unterstützung der Amerikaner bei einer anderen Entführung mehr denn je: Im Irak hofft die deutsche Geisel Susanne Osthoff immer noch auf ihre Befreiung.

Was wussten deutsche Behörden und Minister von der Entführung al Masris? Ist im Kampf gegen den Terror auch Folter erlaubt?

Gibt es noch eine Chance für Susanne Osthoff?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 14. Dezember aus dem Mainzer Staatstheater mit:

Prof. Dr. Peter Scholl-Latour, Nahost- und Terrorismusexperte

Hubertus Heil, SPD, Generalsekretär

Helmut Markwort, „Focus“-Chefredakteur

Dr. Andrew B. Denison, amerikanischer Politikwissenschaftler und Publizist

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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