Vernachlässigt und arbeitslos: Was tun, wenn Jugendliche abrutschen
Vernachlässigt und arbeitslos: Was tun, wenn Jugendliche abrutschen?
„Quergefragt“ am 7. November 2007, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen
Keiner weckt sie, um sie in die Schule zu schicken, sie kennen kein gemeinsames Essen am Familientisch, der Fernseher ist ihr Babysitter, denn er läuft zu Hause Tag und Nacht. Das ist der Alltag von Kindern und Jugendlichen aus Familien, die ihnen nicht mehr Tugenden wie Fleiß, Disziplin und Pünktlichkeit vermitteln. Ohne Schulabschluss und Berufsausbildung landen sie im gesellschaftlichen Abseits. Von der Schulbank in die Dauerarbeitslosigkeit, ein Leben als „Hartz IV-Empfänger“. Und die Spirale der Verelendung dreht sich mit ihren Kindern weiter.
Was muss passieren, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die geistige Armut in den Elternhäusern zu beheben? Noch mehr Druck ausüben und staatliche Finanzierung drosseln, sagen die einen. Statt den Geldhahn zuzudrehen, lieber fördern, sagen die anderen. Aber wie? Oder funktioniert nur die Kombination von beidem?Wie hilft man Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Elternhäusern am besten? Warum scheitern Eltern so oft bei der Erziehung? Wie kann man arbeitslose Jugendliche fördern, was müssen Familie, Gesellschaft und Staat von ihnen wiederum fordern, um sie vor einem Leben am Rand der Gesellschaft zu bewahren?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 7. November live in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin mit:
Katharina Saalfrank, Diplom-Pädagogin und Therapeutin, die als „Super Nanny“ Familien berät
Dr. Markus Söder, ehem. CSU-Generalsekretär und neuer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in Bayern
Katja Kipping, Die Linke, stellvertretende Parteivorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
Tom Kietzmann, arbeitsloser Jugendlicher Pat FlatauInitiator des Jugendarbeitsprojekts „fair e.V.“
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




