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Streit um Kassenbeiträge: Muss Gesundheit immer teurer werden

SWR Mi 29.10.08, 20:15 Uhr

Streit um Kassenbeitrüge: Muss Gesundheit immer teurer werden?

Rund 44 Millionen Bürger müssen ab dem kommenden Jahr für ihre Gesundheit tiefer in die Tasche greifen. 90 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten zahlen dann im Durchschnitt 100 Euro mehr im Jahr. Wo es bislang Wettbewerb unter den Kassen gibt und ein Wechsel des Versicherers oft bares Geld für die Mitglieder bedeutet, herrscht bald „Sozialismus“: Für alle Versicherten gilt der gleiche, einheitliche Beitragssatz:15,5 Prozent. Die Abzocke hat Methode im deutschen Gesundheitssystem: Für immer weniger Leistungen müssen die gesetzlich Versicherten immer mehr bezahlen. Im gleichen Atemzug steigen die Ausgaben für Arzneimittel immer weiter, die Ärzte bekommen mehr Geld, und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gibt den Krankenhäusern eine Geldspritze von 3 Milliarden Euro. Statt Kosten abzubauen, wie es die Große Koalition versprochen hat, wird immer mehr Geld in ein Gesundheitssystem gepumpt, das nach wie vor von Lobbyinteressen gesteuert wird. Werden die Bürger mit dem einheitlichen Kassenbeitrag nur abgezockt? Oder bekommen Patienten für mehr Geld auch eine bessere Versorgung? Wie kann verhindert werden, dass die Gesundheitsausgaben immer weiter explodieren?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschkaam 29. Oktober live aus der Alten Lokhalle in Mainz mit

Annette Widmann-Mauz, CDU, gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag

Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer

Bernhard Mohr, Vorstand der bbk (Bosch Betriebskrankenkasse)

Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte des „Verbraucherzentrale Bundesverbands“ (vzbv)

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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