Streit um Integration: Welche Werte sollen in Deutschland gelten
Streit um Integration: Welche Werte sollen in Deutschland gelten?
Quergefragt, Mittwoch, 26. April 2006, 20.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:
Der türkische „Ehrenmord“ in Berlin und der brutale Angriff auf einen Schwarzen in Potsdam – zwischen diesen zwei Polen bewegt sich zur Zeit die Diskussion über das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern. Die muslimische Parallelgesellschaft basiert auf Werten, die mit unseren Vorstellungen von Freiheit und Gleichheit nicht zu vereinbaren ist, beschweren sich die einen. Das größte Integrationshindernis sei die grundsätzliche Ablehnung vieler Deutscher gegenüber allem Fremden, meinen die anderen. Nur über eines sind sich alle einig: Wer nicht deutsch spricht, kann hier nicht heimisch werden. Warum ist es dann für viele Migranten offenbar nicht wichtig, dass ihre Kinder richtig deutsch können? Und warum hat unser Staat nicht schon längst Sprachförderung zur Pflicht gemacht? Die Konflikte zwischen Deutschen und den hier lebenden Ausländern lassen sich nicht mehr klein reden. Das Land stellt sich damit sechs Wochen vor der Fußballweltmeisterschaft einer Diskussion, die so gar nicht zum WM-Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ passen will. Sind die Deutschen ausländerfeindlich? Haben viele Migranten Wertvorstellungen, die einfach nicht zu uns passen? Wie viel kulturelle Eigenheiten müssen und dürfen wir akzeptieren?
Über diese und andere Fragen diskutieren die „Quergefragt“-Moderatoren Anke Hlauschka und Christian Döring am 26. April live aus der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin u.a. mit:
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Prof. Arnulf Baring, Historiker und Publizist
Fritz Kuhn, B 90/Grüne, Fraktionsvorsitzender im Bundestag
Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




