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Streit um Altersvorsorge: Arm trotz Riester-Rente

SWR Mi 23.01.08, 20:15 Uhr

Streit um Altersvorsorge: Arm trotz Riester-Rente?

 „Quergefragt“ am 23. Januar 2008, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen

Das vom damaligen Arbeits- und Sozialminister Walter Riester entwickelte Modell der Al-tersvorsorge wurde lange skeptisch beäugt und kam nur langsam in Schwung. Mittlerweile hat sich der private Sparplan mit staatlicher Unterstützung aber etabliert. Selbst viele Fi-nanzdienstleister loben die Zusatzrente. Rund 10 Millionen Menschen bundesweit „riestern“ inzwischen und hoffen, auf diese Weise für das Alter besser vorzusorgen als allein mit der staatlichen Rente. Überraschend melden sich jetzt verstärkt Kritiker zu Wort und rechnen vor, dass selbst Menschen mit durchschnittlichem Einkommen keinen Vorteil von der Zu-satzversorgung haben werden. Die Riester-Rente eine Mogelpackung – vor allem für Geringverdiener, bei denen das Zu-satzeinkommen wie alle anderen Einnahmen auch auf die Grundsicherung im Alter ange-rechnet werden wird? Die Rentenversicherer und auch Walter Riester widersprechen, hal-ten die Kritik für irreführend. Gerade für viele, die auf private Anlagen zur Alterssicherung setzen, rückt aber die Diskussion die Angst vor drohender Altersarmut wieder in den Mittel-punkt ihrer Überlegungen – zumal in einer Zeit, in der Börsen, Banken und Finanzmärkte in eine bedrohliche Schieflage geraten sind.

Ist die sogenannte Riester-Rente ein sinnvolles Instrument zur privaten Altersvorsorge oder lohnt sie sich nicht, wie jetzt behauptet wird?Droht eine Mehrheit zukünftiger Rentner in die Armut abzurutschen – trotz Grundsicherung und Riester-Rente?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 23. Januar live in der Alten Lokhalle Mainz u. a. mit:

Walter Riester, SPD, ehemaliger Arbeitsminister in der Regierung Schröder und Erfin-der des nach ihm benannten Rentenmodells

Prof. Dr. Meinhard Miegel, Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, Bonn (IWG)

Roland Sing, Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses des Sozialverbandes VdK

Susanne Meunier, Redakteurin der Zeitschrift FINANZtest   

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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