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Steuergeschenke für Millionärskinder -Wo bleibt die soziale Gerechtigkeit

SWR Mi 23.05.07, 20:15 Uhr

Steuergeschenke für Millionärskinder -Wo bleibt die soziale Gerechtigkeit?

Die Zahl der Millionäre in Deutschland steigt stetig. Nicht wenige davon haben ihr Vermögen durch eine Erbschaft bekommen. Allein dieses Jahr werden bei uns ca. 150 Milliarden Euro vererbt. Ginge es nach linken Politikern, müsste die Erbschaftssteuer empfindlich angehoben werden. Ihr Argument: Wer ohne eigene Leistung wohlhabend wird, muss zum Wohlstand anderer auch mehr beitragen. Jeder, der für sein Geld hart arbeitet, muss einen Teil davon als Einkommensteuer abführen. Warum sollen ausgerechnet die, die Geld erben, keine oder deutlich weniger Steuer bezahlen?
Das Erbe komme aus bereits versteuertem Einkommen, erwidern die Gegner höherer Erbschaftssteuern. Dass sich der Fiskus dann noch einmal bedient, empört viele Vermögende. Unternehmer drohen mit Abwanderung ins Erben-freundlichere Ausland, sollte Deutschland sein Steuerrecht verschärfen. Ob es dazu kommt, ist völlig offen. CDU und SPD sind darüber tief zerstritten, haben allerdings erst einmal einen Burgfrieden geschlossen. Ausgang ungewiss.

Sollten Erben in Zukunft deutlich mehr Steuern bezahlen?
Oder treibt Deutschland Unternehmen durch zu hohe Erbschaftssteuern aus dem Land?
Ist es unmoralisch, reich zu sein?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 23. Mai aus dem Staatstheater in Mainz mit:

Gerhard Stratthaus
CDU, Finanzminister Baden-Württemberg

Luc Jochimsen
Die Linke, Bundestagsabgeordnete

Marco Carini
Millionenerbe und Redakteur der „Tageszeitung“ (TAZ)

Edwin Kohl
Millionär und Gründer der kohlpharma GmbH, der sein Vermögen an seine Kinder vererben will

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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