Schwarz-Rot-Bunt: Frische Brise für die Republik
Schwarz-Rot-Bunt: Frische Brise für die Republik?
„Quergefragt“ am 27. Februar 2008, 20.15 - 21.00 Uhr im SWR Fernsehen
Lafontaine und Gysi können vor Kraft kaum noch laufen, denn die Wähler meinen es gut mit der Linken. Wahlerfolg folgt auf Wahlerfolg: Am Sonntag sind sie nun auch in die Hamburger Bürgerschaft eingezogen. Ganz locker und ganz im Gegensatz zu Westerwelles FDP. Bei der herrscht denn auch Katerstimmung, zumal sich die Freidemokraten nun an eine Union auf Freiersfüßen gewöhnen müssen. Heftig umwirbt die CDU die Grünen, die sie früher als Schmuddelkinder geschmäht hat. Frühlingsgefühle an der Alster – Bunkermentalität dagegen am Main. Noch immer heißt es: „Nichts geht mehr“ in Hessen. Es sei denn SPD-Chef Beck begeht doch Wortbruch und macht mit den Linken gemeinsame Sache im Wiesbadener Landtag. Bewegung tut not, ansonsten wird sich am Parteien-Mikado im einstigen roten Stammland wohl erst einmal nichts ändern. Die Berliner Parteien jedenfalls sind hochnervös.
Die Wahlerfolge der Linken in den Ländern haben das politische Schachbrett in Deutschland kräftig durcheinander gewirbelt. Alte Bindungen lösen sich. Erwacht die Berliner Republik aus der Starre der ungeliebten Großen Koalition? Oder sind die Volksparteien jetzt erst recht zur Zusammenarbeit verdammt? Hat der Hamburger Flirt von Union und Grünen Zukunft? Wird Kurt Beck Andrea Ypsilanti mithilfe der hessischen Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen? Müssen wir uns von gewohntem politischen Lagerdenken verabschieden?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 27. Februar in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin u. a. mit:
Kurt Biedenkopf, CDU, ehemaliger sächsischer Ministerpräsident
Hans-Olaf Henkel, Honorarprofessor der Universität Mannheim und ehem. BDI-Chef
Sky du Mont, Schauspieler und FDP-Wahlkämpfer in Hamburg
Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion der Illustrierten „stern“
Daniela Dahn, Schriftstellerin
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




