Schuluniform und Kruzifix: Darf das Christentum unser Leben diktieren
Schuluniform und Kruzifix: Darf das Christentum unser Leben diktieren?
Quergefragt, Mittwoch, 10. Mai 2006, 20.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will in Deutschland Schuluniformen einführen, um das islamische Kopftuch aus den Klassenzimmern zu verbannen. Damit springt sie ihrer Kabinettskollegin Ursula von der Leyen bei. Die Bundesfamilienministerin sucht in einem „Bündnis für Erziehung“ demonstrativ den Schulterschluss mit der evangelischen und katholischen Kirche, denn unseren Kindern sollen in Zukunft wieder abendländische und damit christliche Werte vermittelt werden. Das trifft nicht überall auf Beifall. Kritiker fürchten nun, dass die Kirchen mit Hilfe der großen Koalition nicht nur an der Schule, sondern im öffentlichen Leben überhaupt an Macht und Einfluss gewinnen werden und sehen schon den Mief der fünfziger Jahre wieder am Horizont heraufziehen. Viele Konservative dagegen unterstützen den Vorstoß: Schluss mit der Libertinage der 68er, fordern sie. Kinder müssen endlich wieder lernen, klare erzieherische Vorgaben zu erfüllen Schuluniform und Kruzifix: Darf das Christentum unser Leben diktieren?
Haben nur gläubige Christen die richtigen Werte? Welche Erziehung ist für unsere Kinder richtig, welche falsch? Verändert eine Schuluniform die innere Einstellung?
Über diese und andere Fragen diskutieren die „Quergefragt“-Moderatoren Anke Hlauschka und Christian Döring am 10. Mai live aus dem Staatstheater Mainz mit:
Annette Schavan, CDU, Bundesbildungsministerin,
Bascha Mika, Chefredakteurin der taz<//font>
Moritz Freiherr Knigge, Kommunikationsberater und Buchautor
(„Spielregeln: Wie wir miteinander umgehen sollten“)
Karin Brose, Lehrerin der Haupt- und Realschule Hamburg-Sinstorf, an der seit
fünf Jahren Schulkleidung auf freiwilliger Basis getragen wird.
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




