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Rettungspaket für die Banken: Stoppen wir damit die Geldgier

SWR Mi 22.10.08, 20:15 Uhr

Rettungspaket für die Banken: Stoppen wir damit die Geldgier?

„Quergefragt“ am 22. Oktober 2008, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen

Bundesregierung, Bundestag und Länderkammer haben in gesetzgeberischen Blitzaktionen ein gigantisches, 500 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für die Rettung deutscher Banken auf den Weg gebracht. Bei der Dimension schwindelt es vielen Bürgern bis heute, und grundsätzliche Fragen bleiben: Werden sich Bankmanager bei Inanspruchnahme der Hilfsgelder die Daumenschrauben anlegen lassen? Wird die Bundesregierung wirklich Einfluss auf Finanzgeschäfte der unterstützten Banken haben? Grüne und Linkspartei haben gegen den Rettungsplan gestimmt. Oskar Lafontaine fordert statt dessen schärfere Gesetze für die Haftung von Managern und meint, dass dann „einige hinter Schloss und Riegel" wandern müssten. Spricht er aus, was viele Bürger denken? Und: Hat die Finanzkrise den Glauben an den Markt nachhaltig erschüttert? Schließlich spielten bislang auch kleine Anleger bereitwillig im „Kasino Deutschland“ mit, zockten an der Börse und hofften auf die schnelle, hohe Rendite. Jetzt wird schon vom Ende des Kapitalismus gesprochen. Nicht nur Liberale widersprechen: Trotz berechtigtem Entsetzen über verantwortungslose Finanzmanager habe nicht das System versagt, sondern dessen Kontrolleure. So wird der Ruf nach dem Staat immer lauter. Kann der Staat mit dem Rettungspaket geldgierige Manager bändigen? Leben nicht auch Staat und Bürger seit längerem ungeniert auf Pump?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 22. Oktober live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:

Rainer Brüderle, FDP, Parteivize und stellv. Fraktionschef im Bundestag

Ursula Engelen-Kefer, Mitglied im SPD-Bundesvorstand und ehemalige DGB-Vizechefin

Prof. Friedhelm Hengsbach, Jesuitenpater und Sozialethiker

Prof. Ernst-Moritz Lipp, Mitinhaber des Finanzdienstleisters „Odewald & Compagnie“ (einer „Private-Equity“-Gesellschaft), ehemaliger Vorstand der Dresdner Bank und Honorarprofessor f. Kreditwirtschaft an der Uni Frankfurt

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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