Raus aus dem Rentnerparadies - Arbeiten bis zum Umfallen
Raus aus dem Rentnerparadies - Arbeiten bis zum Umfallen?
Sie machen Nordic Walking, sie surfen im Internet, sie sind gesünder und werden älter als je zuvor. Den heutigen Rentnern geht es so gut wie keiner Generation vor ihnen - auf Kosten der Jungen, lautet die Kritik. Für die heute arbeitende Bevölkerung rückt der Ruhestand mit der "Rente ab 67" inzwischen in immer weitere Ferne. Und ob der Lebensabend im Wohlstand genossen werden kann, hängt zunehmend von der privaten Vorsorge jedes Einzelnen ab, denn die staatliche Rente wird für eine Existenzsicherung kaum noch ausreichen. Auch die Betriebsrenten traditioneller Art werden nicht mehr weiterhelfen, denn 40 Jahre bei ein- und demselben Arbeitgeber: dieses Modell gehört für die meisten schon jetzt der Vergangenheit an. Ständiger Jobwechsel, dazwischen Phasen der Arbeitslosigkeit - mit solchen Biographien lässt sich in Zukunft die Versorgung im Alter nur schwer planen.
Muss am Ende also doch der Staat wieder einspringen? Viele fürchten, dass wir in wenigen Jahrzehnten eine flächendeckende Altersarmut erleben werden, denn die staatliche Rente wird nur noch eine Minimalversorgung sein. Die Menschen sind immer länger fit, warum wollen sie dann nicht auch länger arbeiten?Können wir uns Rentner, die nichts für die Gemeinschaft tun, überhaupt noch leisten?Rente mit 67 oder noch später: welchen Sinn macht das, wenn die Generation 50plus schon jetzt keine Jobs mehr bekommt?
Darüber diskutiert Anke Hlauschka mit Ihren Gästen live aus dem Staatstheater Mainz.
Bibi Johns, Schlagerstar, Schauspielerin und Malerin
Bernd W. Klöckner, Finanzdienstleister und Buchautor ("Die gierige Generation: Wie die Alten auf Kosten der Jungen abkassieren", "Die Rentenlüge: Entkommen Sie der Armutsfalle")
Lilo Friedrich, ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und heute Putzfrau
Holm Friebe, Volkswirt, Journalist, und Autor des Buches "Wir nennen es Arbeit: die digitale Bohème oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung"
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




