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Rauchverbot auf der Kippe: Dicke Luft bei den Nichtrauchern

SWR Mi 18.10.06, 20:15 Uhr

Rauchverbot auf der Kippe: Dicke Luft bei den Nichtrauchern?

Am Mittwoch treffen sie sich zum ersten Mal. Hinter verschlossenen Türen kungeln die Verhandlungsführer von Union und SPD den kleinsten gemeinsamen Nenner beim Thema Rauchverbot aus. Der große Wurf wird dabei wohl nicht herauskommen. Im Frühsommer noch mussten Deutschlands Raucher zittern: Im Bundestag formierte sich quer durch alle Fraktionen eine Gruppe von Abgeordneten, die ein generelles Rauchverbot durchsetzen wollte. In öffentlichen Räumen, am Arbeitsplatz und in Gaststätten sollten Zigaretten in Zukunft tabu sein. Ein Lichtstreif am Horizont für viele geplagte Nichtraucher. Doch seitdem scheint sich alles in blauen Dunst aufzulösen. Die Union wehrt sich gegen ein umfassendes Rauchverbot. Vor allem in Kneipen, Restaurants und Discos sollen Raucher auch in Zukunft zur Zigarette greifen dürfen. Dabei wünschen sich nach neuesten Umfragen zwei Drittel der Deutschen rauchfreie Gaststätten. Und die Deutsche Krebshilfe prangert an, dass bei uns jedes Jahr 3300 Menschen an den Folgen des passiven Mitrauchens sterben. Von Irland bis Italien gibt es in Europa bereits umfassende Rauchverbote.

In Deutschland allerdings werden die Liebhaber des Glimmstängels wohl auch in Zukunft öffentlich ihrer Sucht frönen dürfen. Haben Raucher ein Recht auf öffentliches Qualmen? Muss der Staat Nichtraucher schützen? Wie viel Einfluss hat die Zigarettenindustrie in Deutschland? Über diese und andere Fragen diskutiert die Anke Hlauschka am 18. Oktober im Staatstheater in Mainz u. a. mit:

Ilona Luttmann, Leiterin Gesellschafts- und Verbraucherpolitik des Zigarettenherstellers British American Tobacco Deutschland

Prof. Alexander S. Kekulé, Publizist und Direktor des Instituts für Mikrobiologie der Universität Halle

Bärbel Höhn, Bündnis 90/Die Grünen, Vizechefin der Bundestagsfraktion und ehemalige Verbraucherschutzministerin von Nordrhein-Westfalen

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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