Quergefragt - Vor der Entscheidungswahl: Fällt Nordrhein-Westfalen-stürzt Schröder
Vor der Entscheidungswahl: Fällt Nordrhein-Westfalen-stürzt Schröder?
Mit Spannung blickt das politische Deutschland nach Düsseldorf: Wenn sich die Umfrageergebnisse am nächsten Sonntag in tatsächliche Wählerstimmen ummünzen lassen, dann geht im Stammland der SPD in wenigen Tagen die sozialdemokratische Dauer-Herrschaft zu Ende. Nach 39 Jahren scheint die Wiederwahl der SPD vielen Wahlbeobachtern und Analysten unwahrscheinlich. Denn auch wenn die SPD in den letzten Stimmungstests leicht aufgeholt hat, ist die Wechselstimmung in Nordrhein-Westfalen überall deutlich spürbar. Wenn Jürgen Rüttgers kein Fauxpas mehr unterläuft, wenn kein Wunder mehr geschieht und die SPD im Endspurt doch noch die große Gruppe der Unentschiedenen für sich gewinnen kann, wird NRW ein Unions-Land.
Ist das der letzte Sargnagel für Rot-Grün und das Ende der Ära Schröder? Und damit der Beginn einer neuen Karriere für Angela Merkel? Deren Truppen jubeln bereits unüberhörbar. Und die CSU wird zunehmend nervös und stellt die Kandidaten-Frage. Nach NRW muss die Union immer drängender das Problem lösen: Wer soll dem Kanzler 2006 – oder auch früher - nachfolgen?
Ganz klar, dass sich auch die Genossen um die Zeit nach dem nächsten Sonntag sorgen: Was wird aus Peer Steinbrück, wenn er verliert, und was dann aus Müntefering und Schröder?
Können sie gegen eine erdrückende schwarze Ländermehrheit überhaupt noch bis zur Bundestagswahl 2006 durchhalten?
Die Wahl im Rheinland, das ist schon jetzt deutlich, wird eine Schicksalswahl – eine Richtungswahl werden. Wenige Tage vor dieser Wahl diskutiert die „Quergefragt“-Runde: Kann Münteferings Kapitalismusschelte die NRW-Wahl noch retten?
Sind Schröder und Fischer in Berlin am Ende, wenn Rhein und Ruhr verloren gehen?
Am 18.05.05. diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring live im Staatstheater mit prominenten Gästen:
Kurt Beck
SPD, stellvertretender Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz,
Peter Müller
CDU, Mitglied im Parteipräsidium und Ministerpräsident des Saarlandes,
Christoph Keese
Chefredakteur der "Welt am Sonntag" und Buchautor ("Rettet den Kapitalismus!")
Matthias Machnig
Politikberater und ehemaliger SPD-Wahlkampfleiter
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




