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Quergefragt - Schröders Schicksalswoche - Gewinnt der Kanzler das riskante Spiel

SWR Mi 29.06.05, 20:15 Uhr

Schröders Schicksalswoche - Gewinnt der Kanzler das riskante Spiel?

Quergefragt, Mittwoch, 29. Juni 2005
20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen

Der Kanzler setzt alles auf eine Karte: Am Freitag soll ihm der Bundestag das Misstrauen aussprechen, um den Weg für Neuwahlen freizumachen. Wie sich seine Genossen und der grüne Koalitionspartner in dieser Abstimmung verhalten werden, ist noch offen. Die Vertrauensfrage gezielt scheitern zu lassen, um dem Kanzler so das Vertrauen in die Richtigkeit des von ihm eingeschlagenen Weges zu bekunden - diesen Widerspruch muss Rot-Grün nun in ein konkretes Abstimmungskonzept einfließen lassen. Eine Stimmenthaltung der Ministerriege sowie einer Vielzahl der rot-grünen Abgeordneten ist zur Zeit die wahrscheinlichste Variante – nicht nur für viele Schröder-Gegner eine absurde Scharade, die äußerlich auf den Punkt bringe, was politisch schon lange offenbar sei: Der Kanzler sei endgültig gescheitert.

Und in der Tat scheinen die Regierungsparteien seit Wochen das hilflose Bild einer Selbstdemontage zu bieten: Die SPD verliert sich in Wahlkampfdiskussionen, die Wähler laufen Rot-Grün weiter in Scharen davon, der politische Gegner reibt sich die Hände. Die Nervosität wächst, mit Wahlversprechen sucht der Kanzler nach Rückhalt in Volk und Partei: Eine Steuer für Spitzenverdiener soll her, obwohl gerade erst der Spitzensteuersatz gesenkt wurde. Mehr Arbeitslosengeld im Osten, obwohl an Hartz IV nichts geändert werden sollte. Und keine neuen Steuerlasten, obwohl eine Erhöhung der Mehrwertsteuer unumgänglich scheint. Schröder kämpft um Machterhalt und Ansehen. Und der Wähler wartet auf den letzten Joker ...

„Quergefragt“ widmet sich am Mittwoch, dem 29. Juni, der „Schicksalswoche“ des Kanzlers.

Kommt Schröder mit seinem Wunsch nach dem Scheitern der Vertrauensfrage durch?
Zieht er die Wähler mit der „Reichensteuer“ doch noch auf seine Seite?
Oder ist die Union etwa mit ihrem Bekenntnis zu einer höheren Mehrwertsteuer dauerhaft glaubwürdiger?

Über diese und andere Fragen diskutierenAnke Hlauschka und Christian Döring im Mainzer Staatstheater mit:

Otto Graf Lambsdorff
FDP-Ehrenvorsitzender, Bundeswirtschaftsminister a.D.

Prof. Dr. Peter Glotz
ehem. SPD-Bundesgeschäftsführer

Hugo Müller-Vogg
Publizist, politischer Kommentator

Prof. Hark Bohm
Regisseur und Produzent

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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