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Quergefragt - Renten runter, Beiträge rauf: Sind die Alten die Dummen

SWR Mi 22.06.05, 20:15 Uhr

Renten runter, Beiträge rauf: Sind die Alten die Dummen?

Mittwoch, 22. Juni 2005, 20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:

Auch wenn die Merkel-CDU ans Ruder kommen sollte, würde wohl weiter bei den Alten gespart werden. Dabei sind die Rentner von heute schon jetzt tief frustriert. Im Juli macht sich nicht nur die zweite Nullrunde in Folge bei den Altersbezügen bemerkbar. Unter dem Strich mutet Rot-Grün den Rentnern sogar reale Einkommensverluste zu, verursacht durch höhere Beiträge für die Kranken- und Pflegekasse und die neue Steuerregelung nach dem so genannten Alterseinkünftegesetz. Derart verunsichert demonstrierten in Hannover tausende Senioren am Wochenende unter der Losung: „Rente ist kein Gnadenbrot.“

Wer wagt sich, in dieser Situation noch mehr Opfer von den Alten zu fordern – noch dazu in Wahlkampfzeiten? Die SPD hatte sich schon mit Riester-Rente und undurchschaubarer Rentenformel bei den Senioren unbeliebt gemacht und fordert deshalb nur noch von den Jüngeren, bis mindestens 67 zu arbeiten, bevor es dann Rente gibt. Die Union stößt ins gleiche Horn. Ansonsten möchten CDU und CSU aber Geschenke verteilen: Wer 45 Versicherungsjahre aufzuweisen hat, soll schon mit 63 Jahren ohne Abzüge aufs Altenteil gehen können. Doch die Finanzierung für dieses edle Vorhaben ist völlig ungeklärt.

Sind die Alten nur noch Verschiebemasse für die Politiker?
Wann endlich zahlen auch Beamte und Politiker in die staatliche Rentenkasse ein?
Welche Partei hat den Mut, den Rentner die volle Wahrheit zu sagen?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 22. Juni in der Berliner Landesvertretung von Rheinland-Pfalz mit:

Prof. Dr. Georg Milbradt
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, CDU

Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup
Wirtschaftsweiser und Rentenexperte

Gudrun Schaich-Walch
stv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion

Walter Hirrlinger
Präsident des VdK Deutschlands

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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