Quergefragt - Glucken gegen Rabenmütter: Wer kümmert sich um Deutschlands Kinder
Glucken gegen Rabenmütter: Wer kümmert sich um Deutschlands Kinder?
Quergefragt, 9. Februar 2005
20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen
Republik in Nachwuchssorgen: Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für Kinder. In den letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der Geburten in Deutschland fast halbiert. Zu teuer, zu zeitaufwändig, zu risikoreich, meinen viele. Besonders junge Akademikerinnen wollen lieber Karriere machen, als sich um Kind und Küche zu kümmern.
Nun schlägt auch die Politik Alarm: „In Deutschland bekommen die falschen Leute Kin-der!“, skandieren Vertreter der FDP. Ihr Credo: Neue Eliten braucht das Land! „Wir müssen zum kinderfreundlichsten Land in Europa werden!“, erklärt Bundesfamilien-ministerin Renate Schmidt und kündigt gleich ein flächendeckendes Programm der Breitenförderung an, um Familien zu stärken und arbeitenden Müttern die Doppelbe-lastung von Familie und Beruf zu erleichtern – eine immer wieder gerne von Regie-rungsverantwortlichen bemühte Anstrengung.
Doch was ist bislang konkret geschehen und was muss man noch tun? Mehr Krippenplätze und Ganztagsschulen, um die Eltern zu entlasten, meinen die einen, damit Arbeit und Kind vereinbar sein können. Kinder und Karriere passten halt nicht zusammen, entgegnen die anderen und plädieren für ein höheres Erziehungs-Geld. Gerade die Kleinsten gehörten zur Mutter und die solle sich zunächst um die Erziehung kümmern.
Ist Deutschland ein Land nachwuchsfeindlicher Egoisten?
Können nur Vollzeit-Mütter Kinder richtig erziehen?
Wer kann sich überhaupt noch Kinder leisten?
Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am Mittwoch mit ihren Gästen.
Malu Dreyer
SPD, rheinland-pfälzische Sozial- und Familienministerin
Dr. Silvana Koch-Mehrin
FDP, Vorsitzende der deutschen Liberalen im Europaparlament
Kostas Petropulos
Sprecher des „Heidelberger Büros für Familienfragen und Soziale Sicherheit“ (HBF)
Martina Renger
Hausfrau und mehrfache Mutter
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




