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Quergefragt - Erst die Bürger, dann die Beamten: Wer muss noch bluten für Merkels Republik

SWR Mi 23.11.05, 20:15 Uhr

Erst die Bürger, dann die Beamten: Wer muss noch bluten für Merkels Republik?

Angela Merkel ist Kanzlerin und eines ist schon sicher: Spaß und Euphorie bestimmen diesen Amtsantritt nicht. Im Koalitionsvertrag hat die neue Regierungschefin festgeschrieben, was sie den Bürgern zumutet, um Deutschland wieder flott zu machen. Jetzt sollen auch die Beamten zusätzliche Opfer bringen: gekürztes Weihnachtsgeld, längere Arbeitszeiten. Der Deutsche Beamtenbund hat dagegen schon einen Proteststurm angekündigt.

Angesichts der Stimmungslage im Land besinnen sich einige Volksvertreter auf ihre eigenen Privilegien: eine Erhöhung der Abgeordnetenbezüge sollte man sich zur Zeit sparen und eine Reform der Altersversorgung sei überfällig.

Und die Wirtschaft? Sie geizt nicht mit Kritik am neuen Regierungsprogramm. Doch die Retourkutsche von Angela Merkel kommt prompt: Deutschlands Bosse sollen, anstatt zu lamentieren, lieber Arbeitsplätze schaffen. Täglich neue Meldungen von florierenden Unternehmen, die wieder Tausende entlassen oder aus Deutschland abwandern, sind nicht die Begleitmusik, die sich die neue Kanzlerin für ihren Start wünscht.

Beklagen sich Deutschlands Beamte zu Recht?
Wenn alle verzichten müssen, auf was verzichten unsere Abgeordneten?
Was muss passieren, damit die Unternehmer wieder mehr Jobs schaffen?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 23. November live aus dem Mainzer Staatstheater mit:

Laurenz Meyer
CDU, ehem. Generalsekretär und Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestags

Krista Sager
Bündnis 90/Die Grünen, designierte Vizevorsitzende der Bundestagsfraktion,

Dr. Arend Oetker
Unternehmer und Vizechef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI)

Dieter Ondracek
stellv. Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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