Quergefragt - Endspurt im Wahlkampf: Stolpert Merkel auf der Zielgeraden
Endspurt im Wahlkampf: Stolpert Merkel auf der Zielgeraden?
Quergefragt, Mittwoch, 14. September 2005
20.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Nachdem die Union wochenlang im Umfragehoch schwebte, ist sie jetzt plötzlich im Sinkflug. Die schwarz-gelbe Mehrheit scheint zur Zeit dahin zu sein, in fast allen Umfragen sind die Christdemokraten auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar.
Angela Merkels Hauptproblem hat einen Namen: Paul Kirchhof. Vor kurzem war er noch ihr Mann für mutige Reformen, heute ist er ihr größtes Risiko: In den Augen vieler Bürger steht der „Professor aus Heidelberg“ für eine Republik der sozialen Kälte. Statt sich als angehende Kanzlerin feiern zu lassen, muss Merkel nun erklären: warum sie Kirchhof will, nicht aber sein Programm, was sie anders machen will, wofür die Union genau steht und schließlich wie sie es zukünftig mit Friedrich Merz halten will.
Gerhard Schröder dagegen muss gar nichts mehr erklären. Statt die Regierungsbilanz zu verteidigen, kann er die Union gleichermaßen genüsslich wie geschickt an den Pranger stellen und zusehen, wie sie über die eigenen Füße stolpert. Doch auch Schröder hat ein Problem. Und das hat gleich zwei Namen: Gregor Gysi und Oskar Lafontaine. Die beiden Angreifer von links drücken im Endspurt aufs Tempo und machen der SPD auf den letzten Metern wichtige Wählerstimmen abspenstig.
„Schafft Schröder es noch einmal, das Ruder herum zu reißen?
Wie löst Angela Merkel ihr Kirchhof-Problem?
Spekuliert die SPD doch auf eine Koalition mit den Grünen und der Linkspartei?
Über diese und andere Fragen diskutieren
Anke Hlauschka und Christian Döring am 14. September live aus der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin mit
Dieter Althaus
CDU, Ministerpräsident von Thüringen
Klaus Wowereit
SPD, Regierender Bürgermeister von Berlin
Dr.Gregor Gysi
Die Linke.PDS, Spitzenkandidat
Prof. Paul Nolte
Historiker
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




