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Quergefragt - Die zerrissene Republik: Deutschland unregierbar

SWR Mi 21.09.05, 20:15 Uhr

Die zerrissene Republik: Deutschland unregierbar?

Mittwoch, 21. September 2005
20.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:

Noch sitzt das Volk mit offenem Mund vorm Fernsehschirm: Rot-Grün wurde abgewählt, Schwarz-Gelb hat nicht gewonnen. Andere Koalitionsvarianten – rot-gelb-grüne „Ampel“ oder die sog. „Jamaica-Koalition“ (schwarz-gelb-grün) – werden heftigst diskutiert, bislang jedoch ohne Aussicht auf Realisierung. Was also zeigt der Wahlausgang über den Zustand der Republik? Welche Regierung wollen die Deutschen? Steuern wir auf die nächsten Neuwahlen zu? Schadet Schröder mit seiner Haltung der deutschen Demokratie?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring am 21. September live aus der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin mit:

Ludwig Stiegler
SPD, Fraktionsvize im Deutschen Bundestag,

Prof. Dr. Bernhard Vogel
CDU, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung,

Werner Schneyder
Kabarettist und Regisseur

Dr. Warnfried Dettling
Politikwissenschaftler und Parteienforscher

Das große Rätselraten ist im Gange, und jede Partei sucht fieberhaft nach ihrer Deutung. Das Resultat bisher: viele selbsternannte Gewinner, aber kein Sieger. Eins allerdings zeichnet sich klar ab: Ein Riss geht mitten durchs Wahlvolk. Die Mehrheit wusste zwar, dass sie nicht weiter von Rot-Grün regiert werden will. Aber was statt dessen kommen soll, ließ sie offen. Die einen stimmten für eine bürgerliche Regierung und stärkten deshalb vor allem den Mehrheitsbeschaffer FDP. Die anderen sahen in der Großen Koalition das kleinere Übel. Doch dabei spielt Gerhard Schröder nur mit, wenn er Kanzler bleibt. Wie das funktionieren soll, verriet er auch Frau Merkel nicht, die jetzt zwar die stärkste Fraktion im Deutschen Bundestag anführt, von der Regierungsbildung aber noch weit entfernt scheint. Zwei Möchtegern-Kanzler und keine Regierung – Deutschland im Ausnahmezustand.

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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