Quergefragt - Die neue Zweiklassengesellschaft: Armutszeugnis für Rot-Grün
Die neue Zweiklassengesellschaft: Armutszeugnis für Rot-Grün?
Quergefragt, 23. März 2005
20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:
Die hohe Arbeitslosigkeit und die Angst vor sozialer Demontage und Armut prägen zurzeit das gesellschaftliche Klima in Deutschland. Verantwortlich gemacht wird mehrheitlich die Bundesregierung, und das schlägt sich zunehmend auch in politischer Zustimmung nieder: Kiel war erst der Anfang, befürchten viele in der Regierungskoalition, Düsseldorf wird folgen; das Projekt Rot-Grün droht zu scheitern, die Diskussion um eine große Koalition geht wieder einmal um - Schreckgespenst für die einen, für die anderen Rettung in der Not.
Und die ist zurzeit groß in Deutschland, denn das Land spaltet sich: Wenige Vermögende besitzen immer mehr, gleichzeitig wird die Unterschicht immer größer. Die Bundesregierung musste es in ihrem neuen Armutsbericht selbst eingestehen: Nie lagen Arm und Reich weiter auseinander als ausgerechnet in der Amtszeit der Politiker, die einst angetreten waren, um mehr soziale Gerechtigkeit durchzusetzen. Und nie war es leichter, alles zu verlieren: Wer keinen Job mehr hat, rutscht schnell ins Bodenlose.
Zu den neuen Armen gehören Professoren genauso wie Unternehmer oder Börsianer. Sie finden sich neben den Dauer-Besitzlosen wieder: Wer in Deutschland arm geboren ist, der bleibt es meistens auch. Für Kinder aus sozial schwachen Familien gibt es so gut wie keine Aufstiegschancen. Rot-Grün, so erscheint es nicht nur vielen Betroffenen, hat diese Unterschicht längst abgeschrieben: Von A wie Arbeitsmarkt bis Z wie Zahnersatz – die Politik wird für Leute gemacht, die noch Arbeit haben. Und die werden immer weniger.
Ist Rot-Grün verantwortlich für die wachsende Spaltung der Gesellschaft?
Kann nur noch eine große Koalition vor dem sozialen Abstieg retten?
Brauchen wir eine Armutspolitik?
Über diese und andere Fragen diskutieren
Anke Hlauschka und Christian Döring in ihrer 100. Sendung am 23. März 2005 live aus dem Staatstheater in Mainz
Jürgen Trittin
Bundesumweltminister, Bündnis 90/Die Grünen,
Dr. Reinhard Marx
Bischof von Trier
Dr. Jürgen Rüttgers
stv. CDU-Bundesvorsitzender
Edzard Reuter
früherer Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




