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Quergefragt - Die Kandidatin: Schafft Angela Merkel den Aufbruch

SWR Mi 01.06.05, 20:15 Uhr

Die Kandidatin: Schafft Angela Merkel den Aufbruch?

Quergefragt, Mittwoch, 1. Juni 2005
20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen

Angela Merkel hat es geschafft: Die Union hat sie zur Kanzlerkandidatin gekürt, im Herbst tritt sie zum Duell gegen Gerhard Schröder an. „Kohls Mädchen“ ist jetzt die mächtigste Frau der Republik, die einst belächelte Newcomerin nun die strahlende Führungsfigur der Christdemokraten. Wenn sie im Herbst die Wahlen gewinnt, kann sie mit Recht „Kanzlerin der Superlative“ genannt werden: die erste Frau, die erste Ostdeutsche und die jüngste Chefin im Kanzleramt.

Dann freilich würde sie auch die Kanzlerin mit der größten Herausforderung sein, der sich ein Regierungschef seit der deutschen Einheit zu stellen hatte: Fast fünf Millionen Arbeitslose, Rekordschulden und Reformstau würden dann als „Lohn“ für die gewonnene Wahl auf sie warten. Wie Merkel das alles anpacken will, muss sie erst noch erklären. Bislang hat die Union kein Programm vorgelegt. Mehrwertsteuer-erhöhung, Hartz-IV-Relaunch, Gesundheits- und Rentenreform: Noch streitet die Parteichefin mit den mächtigen CDU-Landesfürsten und Stoibers CSU-Truppen um eine klare Linie. Und die schwierigste Hürde liegt noch vor ihr: Im Kampf um die Sympathien der Wähler bleibt Gerhard Schröder ihr stärkster Gegner.

Bekommen wir mit Angela Merkel eine deutsche Maggie Thatcher?
Was will die Union anders machen als Rot-Grün?
Unterschätzt Gerhard Schröder seine Herausforderin?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring mit:

Dr. Christoph Böhr
CDU, stellvertretender Parteivorsitzender

Ute Vogt
SPD, stellvertretende Parteivorsitzende, Mitglied im SPD-Präsidium

Prof. Dr. Gertrud Höhler
Politik- und Wirtschaftsberaterin

Dr. phil. Klaus Bednarz
ARD-Journalist und Buchautor

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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