Quergefragt - Die Große Koalition: Was bringt sie uns
Die Große Koalition: Was bringt sie uns?
Quergefragt, 5. Oktober 2005
20.15-21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen
8500 weniger Jobs bei Mercedes, bundesweit 400.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr und keine neuen Stellen in Sicht. Die Probleme bleiben die alten, eine neue Regierung soll sie endlich lösen. Doch was die Politiker von SPD und Union hinter verschlossenen Türen bei ihren Sondierungsrunden besprechen, erfährt der Wähler nur scheibchenweise. Eins ist freilich klar: „Große Koalition“ steht nicht für große Geschenke, eher schon für große Kürzungen. Beide Seiten sind sich einig – abspecken ist notwendig, um das Land wieder in Schwung zu bringen. Eine andere Erkenntnis wird auch das dritte vor-koalitionäre Gespräch zwischen Union und SPD am morgigen Mittwoch nicht erbringen.
Auf welche Diät sich der Einzelne einrichten muss, bleibt allerdings weiter offen: Die SPD möchte nicht allzu kräftig zulangen, vor allem bei den Arbeitnehmern soll alles beim Alten bleiben. Die Union dagegen plant die Radikalkur: Erhöhung der Mehrwertsteuer, weniger Kündigungsschutz und weniger Mitsprache bei den Löhnen. Dafür verspricht sie Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Dem Wähler bleibt nur das große Warten – und die Hoffnung auf den großen Wurf.
Große Koalition – worauf müssen wir uns einstellen?
Welche Einschnitte sind unvermeidlich?
Können sich die Politiker endlich zum gemeinsamen Handeln durchringen?
Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring
am 5. Oktober live aus dem Mainzer Staatstheater mit:
Prof. Dr. Gesine Schwan
Präsidentin der Europa-Universität Viadrina und ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin der SPD
Prof. Dr. Gertrud Höhler
Politikberaterin
Dr. Ursula Engelen-Kefer
stellvertretende DGB-Vorsitzende
Prof. Götz W. Werner
Gründer und Chef der Drogerie-Kette „dm“
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




