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Quergefragt - Der Job-Gipfel: Politshow oder Superwaffe

SWR Mi 16.03.05, 20:15 Uhr

Der Job-Gipfel: Politshow oder Superwaffe?

"Quergefragt" sendet am Mittwoch, 16.03.05, live aus der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin

Die Erwartungen an das Krisentreffen im Kanzleramt am Donnerstag sind groß. Angela Merkel und Edmund Stoiber hatten einen „Pakt für Deutschland“ gefordert, und der Kanzler hat nach einigem rhetorischem Sperrfeuer der Initiative zugestimmt. Zusammen mit seinem Vizekanzler Joschka Fischer will Gerhard Schröder jetzt darüber diskutieren, wie man der Massenarbeitslosigkeit möglichst schnell Herr werden kann.

Bereits im Vorfeld brachten beide Seiten zahlreiche Ideen ins Gespräch. Die Union fordert unter anderem eine weitere Lockerung des Kündigungsschutzes sowie die Möglichkeit zu betrieblichen Bündnissen, was im rot-grünen Lager als Angriff auf die Tarifautonomie abgelehnt wird. Der Kanzler dagegen will wohl neue Investitionsprogramme auflegen und kann sich nun doch mit einer Senkung der Unternehmenssteuer anfreunden. Um diese Steuersenkung finanzieren zu können, so die SPD, solle die Eigenheimzulage endgültig gestrichen werden, die die Union freilich nicht ohne Not aufgeben möchte. Immerhin haben CDU und CSU hier erstmals Gesprächsbereitschaft signalisiert, dagegen laufen sie nach wie vor Sturm gegen das rot-grüne Antidiskriminierungsgesetz, weil es ihrer Auffassung nach zu noch mehr Bürokratie am Arbeitsmarkt führen würde - ein politischer Stellungskrieg vor dem großen Showdown am Donnerstag! Da nimmt es nicht wunder, dass die Mehrzahl der Bürger skeptisch ist, ob das Spitzentreffen tatsächlich die Wende auf dem Arbeitsmarkt bringt. Viele fürchten, dass der Job-Gipfel nicht mehr sein wird als eine „Politshow“.

Welche Konzepte kurbeln die Konjunktur in Deutschland endlich wieder an?
Schafft eine weitere Abschmelzung der Arbeitnehmerrechte neue Arbeitsplätze?
Ist der Krisengipfel im Kanzleramt mehr als eine Wahlkampfveranstaltung?

Anke Hlauschka und Christian Döring begrüßen folgende Gäste:

Michael Glos
CSU, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag

Dr. Rainer Wend
SPD, Vorsitzender Wirtschaftsausschuss im Bundestag

Prof. Dr. Dr. Horst Siebert
Wirtschaftswissenschaftler

Hans-Ulrich Jörges
stellvertretender Chefredakteur „Stern“

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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