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Quergefragt - Cannabis, Caipirinha, Camel - Brauchen wir ein Recht auf Rausch

SWR Mi 22.01.03, 20:15 Uhr

Cannabis, Caipirinha, Camel - Brauchen wir ein Recht auf Rausch?

Quergefragt, Mittwoch, 22. Januar
20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:

Alkohol und Zigaretten sind in Deutschland die Volksdrogen Nummer eins. Während der Nikotinkonsum zunehmend gesellschaftlich wie staatlich geächtet wird, gelten alkoholische Getränke nach wie vor als zur europäischen Freizeitkultur gehörig. Bier und Wein stehen für Stil und Lebensart, definieren in manchen Gegenden Deutschlands sogar wirtschaftliche Potenz und Prosperität. Allein der übermäßige Konsum und die medizinischen wie sozialen Konsequenzen daraus sind negativ besetzt und geraten zunehmend unter Kritikerbeschuss.
Dabei stellt längst nicht mehr allein der Missbrauch von „Altdrogen“ ein Konsum- und Kulturproblem dar. Für immer mehr Menschen ersetzt der Joint nach Feierabend das Bier in der Kneipe. Jeder Dritte der 18- bis 24-Jährigen hat schon einmal eine „Tüte“ probiert. Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland rauchen regelmäßig einen Joint. Somit gehört mittlerweile das ganze Spektrum der so genannten weichen Drogen zu unserem gesellschaftlichen Alltag.
„Gebt den Hanf frei!“ – fordern daher die Grünen. Wenn „eh schon alle kiffen“, so ihre Argumentation, könne man es auch gleich erlauben. „Bloß nicht!“ - ruft die CDU. Sie hält weiche Drogen wie Haschisch für Teufelszeug, vor dem man die Bürger beschützen müsse. Nichts gegen ein „Viertele,“ aber alles gegen die „volle Dröhnung“ – so die konservative Grundhaltung.
Gibt es in Deutschland bald überall Coffee-Shops für Haschisch und Marihuana?
Sind die so genannten weichen Drogen „gesünder“ als Alkohol und Zigaretten?
Darf der Staat seinen Bürgern das Recht auf Rausch verwehren?

Über diese und andere Fragen diskutieren
Anke Hlauschka und Christian Döring mit ihren Gästen:

Jürgen Rüttgers
stellv. Parteivorsitzender der CDU

Hans-Christian Ströbele
stellv. Fraktionsvors. von B 90 / Grüne im Bundestag

Mun-Ju Kim
bekennende Kifferin und Hanfaktivistin

Prof. Martin Hambrecht
Psychiater und Cannabis-Experte

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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