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Quergefragt - 60 Jahre nach Hitler: Was ist aus uns geworden

SWR Mi 04.05.05, 20:15 Uhr

60 Jahre nach Hitler: Was ist aus uns geworden?

Quergefragt, 4. Mai 2005
20.15–21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen

Deutschland im Mai 2005: Neo-Nazis marschieren durch Berlin. Gleichzeitig nimmt Bundeskanzler Schröder zum ersten Mal an einer Feier der russischen Siegermacht zum Kriegsende teil. Das Holocaust-Mahnmal in Berlin wird nach langjährigen politischen Kontroversen eingeweiht und muss sofort in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt werden. Drei Generationen nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist der Nationalsozialismus Geschichte – aber diese Geschichte für die Deutschen noch keine Vergangenheit.

Am kommenden Sonntag, den 8.5.05, jährt sich zum 60. Mal der Tag, an dem der Zweite Weltkrieg zu Ende ging; Anlass für „Quergefragt“, mit drei Zeitzeugen - Männer der ersten Stunde der politischen Entwicklung der Bundesrepublik - und einem Historiker der jüngeren Generation, Bilanz zu ziehen: Was ist nach den Jahren des nationalsozialistischen Terrors, nach Zusammenbruch, Befreiung und Neuanfang aus den Deutschen als Volk geworden?

Hitler, das „Dritte Reich“ und die Folgen bieten noch heute den Zündstoff für Diskussionen: die Mahnung zum Gedenken gegen die Forderung nach dem Schlussstrich, die Pflicht, sich als Täter zu verantworten, gegen das Recht, sich als Opfer fühlen zu dürfen, Selbstkritik gegen Selbstbewusstsein - eine Republik ist immer noch und weiterhin auf der Suche nach sich selbst.

Kann es jemals so etwas wie „deutsche Normalität“ geben?
Ist aus der Erinnerungskultur eine Gedenkmaschinerie geworden?
Wer sind wir Deutschen heute, nach sechs Jahrzehnten Nachkriegsgeschichte und zwei Staaten?

Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und
Christian Döring am 4. Mai 2005 live in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin mit:

Dr. Richard Frhr. von Weizsäcker
CDU, Altbundespräsident

Prof. Egon Bahr
SPD, ehemaliger Bundesminister

Wolfgang Menge
Fernsehautor und Produzent

Prof. Dr. Paul Nolte
Historiker

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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