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Neue Moscheen in Deutschland: Rückenwind für Islamisten

SWR Mi 20.06.07, 20:15 Uhr

Neue Moscheen in Deutschland: Rückenwind für Islamisten?

Die geplante Kölner Großmoschee erhitzt die Gemüter nicht nur in der Domstadt. Gegner wie der Publizist Ralph Giordano sehen in dem Bau ein „falsches Signal“. Hier werde eine Integration von Migranten vorgespiegelt, die es bei uns in Deutschland gar nicht gebe. Viele fürchten: Hier soll nicht nur ein islamisches Gotteshaus, sondern ein Zentrum für die politische Radikalisierung der Muslime entstehen. Selbst christliche Kirchenvertreter, etwa Karl Kardinal Lehmann, sprechen dem Kölner Neubau die Existenzberechtigung ab, solange die christlichen Kirchen in muslimischen Ländern verfolgt würden. Doch wir leben in Deutschland und nicht in Saudi-Arabien, entgegnen die Befürworter. Wie steht es um das Grundrecht der Religionsfreiheit? Und wie um die viel beschworene Integration? Wenn sich die hier lebenden Muslime anpassen sollen, bedeutet das auch, dass sie selbstbewusst ihre Religion leben dürfen, vom Kopftuch bis zur Moschee - sagen die Unterstützer des Kölner Großbaus. Ausgerechnet die katholische Nachbargemeinde in Köln hat damit überhaupt kein Problem und sogar für den Neubau gesammelt.

Ist das gelebte Integration – von Deutschen?
Warum sind viele Deutsche gegen neue Moscheen? Dürfen Muslime keine Gotteshäuser haben?
Können wir den Muslimen bei uns vorschreiben, wie sie zu leben haben?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 20. Juni im Staatstheater in Mainz mit:

Henryk M. Broder
Publizist und Autor des Buches „Hurra, wir kapitulieren: Von der Lust am Einknicken“,

Hilal Sezgin
sie spricht das „Islamische Wort“ beim SWR und ist Autorin des Buches „Typisch Türkin? Porträt einer neuen Generation“

Arzu Toker
Publizistin und Vizechefin des Zentralrats der Ex-Muslime

Michael Paetzold
Arzt, SPD-Stadtrat und Vorsitzender des Pfarrgemeinderats einer katholischen Gemeinde, die für den Neubau der Kölner Moschee gespendet hat.

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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