Mehr Netto vom Brutto Steuern senken für mehr Konsum
Mehr Netto vom Brutto -Steuern senken für mehr Konsum?
Erst hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Konjunkturprogramm beschlossen, um der Wirtschaftskrise gegenzusteuern. Jetzt fordern Wirtschaftsverbände und Teile der Union, schnell die Steuern zu senken, um die Bürger zum Konsumieren zu bewegen. Die Kanzlerin aber will entsprechende Gesetzesänderungen erst nach der Bundestagswahl 2009 anschieben. Zu Wochenbeginn erteilte sie schnellen Steuersenkungen eine Absage. Auf dem CDU-Parteitag zeigte sich ihre Partei zwar solidarisch, die kritischen Stimmen über ihren unnachgiebigen Steuerkurs wollen dennoch nicht verstummen. Vor allem die CSU fragt kritisch: Warum nicht die Mehrwertsteuer deutlich senken oder Schecks an die Bürger verteilen, die diese gerade jetzt, in der konsumfreudigen Vorweihnachtszeit, sofort wieder in Umlauf bringen? Mehr Netto vom Brutto: Genau das war ihr Motto im bayrischen Landtagswahlkampf vor drei Monaten. Damals kaum unterstützt von Kanzlerin Merkel, will die Schwesterpartei damit nun offenbar wieder in das Wahljahr 2009 ziehen. Dementsprechend hart das Urteil aus Bayern: Der CDU fehle es an einer strategischen Hand in der Steuerpolitik.
Was hilft nun den Bürgern und was der Wirtschaft, um nicht in eine länger anhaltende Rezession zu stürzen? Können die Deutschen mit schnellen Steuersenkungen zu mehr Konsum angeregt werden? Oder erhöhen Steuergeschenke nur die Sparquote, weil die verunsicherten Bürger in schlechten Zeiten ihr Geld zusammen halten wollen?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 3. Dezember live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:
Erwin Huber, CSU, ehem. Parteivorsitzender und bayerischer Finanzminister a.D.
Barbara Hendricks, SPD, Schatzmeisterin der Partei, ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium
Wolfgang Bosbach, CDU, Vizevorsitzender der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag
Prof. Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung (einer der „fünf Wirtschaftsweisen“).
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




