Kniefall vor den Rentnern: Müssen die Jungen die Zeche zahlen
Kniefall vor den Rentnern: Müssen die Jungen die Zeche zahlen?
Sie werden immer mehr und damit immer mächtiger: Deutschlands Senioren. Die Politik ist sich dessen bewusst. Schließlich sind 20 Millionen Rentner auch 20 Millionen Wähler. Die jüngste Rentenerhöhung trägt dem Rechnung, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass die Bundestagswahl nächstes Jahr nur mit den Stimmen der Alten gewonnen werden kann. Alt-Bundespräsident Roman Herzog fürchtet in diesem Zusammenhang, dass wir auf dem Weg in eine „Rentnerdemokratie“ sind und dass die Älteren die Jüngeren „ausplündern“ könnten. Sein Unionskollege Jürgen Rüttgers hat diese Bedenken offenbar nicht und fordert jetzt eine höhere Rente für Geringverdiener. Es sei ungerecht, dass Arbeitnehmer mit kleinem Gehalt nach 35 Beitragsjahren eine Rente bekämen, die genauso niedrig sei wie die Grundsicherung. Doch wie soll diese und andere Wohltaten zu Gunsten der Senioren bezahlt werden? Melkkuh sind die, die noch arbeiten und Steuern und Sozialabgaben zahlen. Werden sich Politiker trauen, ihrer bald größten Wählergruppe, den Senioren, weh zu tun? Sind wir auf dem Weg in eine Rentnerdiktatur? Oder gilt vielmehr noch immer: Nur Jugend zählt, wer alt ist, wird abgeschoben? Was erwartet die heute Jüngeren im Rentenalter?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 23. April live aus der Alten Lokhalle in Mainz mit:
Gotthilf Fischer, legendärer Chorleiter, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag feierte
Oswald Metzger, Finanz- und Sozialexperte, der gerade von den Grünen zur CDU wechselte
Leonhard Kuckart, CDU, stellvertretender Bundesvorsitzender der Senioren-Union
Harald Simons, Volkswirt und Rentenexperte beim Wirtschaftsforschungsinstitut empirica
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




