Glaubenskrieg um die Familie: Macht Vater Staat Frauen zu Gebärmaschinen
Glaubenskrieg um die Familie: Macht Vater Staat Frauen zu Gebärmaschinen?
Die Bundesfamilienministerin degradiere mit ihrer Politik Frauen zu „Gebärmaschinen,“ entrüstet sich der katholische Augsburger Bischoff Mixa. Damit heizt er die erbittert geführte Debatte um „gute Mütter“ und „schlechte Mütter“ neu an. Es gibt viel zu wenig Krippenplätze in der Republik für Kinder, deren Mütter arbeiten müssen oder wollen. Das will Ursula von der Leyen ändern. Für ihre Gegner, auch aus der eigenen Partei, bedeutet das seelisch verkrüppelte Kinder, denn nur bei der eigenen Mutter entwickle sich der Nachwuchs optimal. Außerdem diskriminiere von der Leyens Politik Hausfrauen zu Gunsten arbeitender Mütter. Die SPD sieht die Initiative der CDU-Politikerin mit gemischten Gefühlen: einerseits unterstützt sie inhaltlich die Pläne des konservativen Koalitionspartners, andererseits hat sie Sorge, die Führerschaft in Sachen sozialdemokratische Familienpolitik ausgerechnet an die Bundesfamilienministerin der Christdemokraten zu verlieren.
Deshalb legte sie diese Woche schnell nach und ein eigenes Finanzierungskonzept vor. Offen ist indes nach wie vor woher das Geld für eine bessere Kinderbetreuung kommen soll. Ist eine Mutter, die arbeitet, eine schlechte Mutter? Was kann der Staat tun, damit wieder mehr Kinder geboren werden? Soll die Regierung Frauen dafür bezahlen, dass sie zu Hause bleiben und Nachwuchs bekommen?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 28. Februar live aus der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin u.a. mit:
Ilse Falk, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Arbeit und Soziales, Kirchen, Arbeitnehmer
Bruder Paulus, Kapuzinermönch und TV-Pfarrer
Jürgen Borchert, Sozialrichter und Familienexperte
Gerlinde Unverzagt, alleinerziehende Mutter von vier Kindern und Autorin
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




