Gefangen in der Schuldenfalle: Warum leben so viele auf Pump
Gefangen in der Schuldenfalle: Warum leben so viele auf Pump?
Den einen reißt eine Scheidung in den Schuldenstrudel, die andere lebt über Jahre über ihre Verhältnisse und erfüllt sich ihre Konsumwünsche auf Pump.Beide verbindet ein langer und mühseliger Weg zurück in ein Leben ohne Schulden. Nur mit viel Disziplin, Fleiß und Konsumverzicht können sich die Betroffenen wieder hocharbeiten. Für viele ist die private Insolvenz der letzte Ausweg. Sechs Jahre lang wird ein Teil des Gehaltes gepfändet.Professionelle Schuldnerberater helfen, mit Gläubigern wie Firmen und Banken zu verhandeln. Oft geht es dabei um Schuldenerlass oder das Umschulden von Krediten.
Verbraucherschützer sind skeptisch, ob die Privatinsolvenz eine gute Lösung für Hochverschuldete ist. Zumal die Finanzwirtschaft kreativ ist im Erfinden neuer Fallstricke für unbedarfte Konsumenten. Immer mehr Banken bieten Kredite an, auch wenn der Kunde keine Sicherheiten hat. Das neueste Produkt auf diesem Gebiet sind Kreditkarten, die den Einkauf auch ohne Kontoguthaben möglich machen. Wie können wir uns und wie kann der Staat seine Bürger wirksam vor der Schuldenfalle schützen? Brauchen wir mehr Schuldnerberater? Wie schafft man es zurück in ein schuldenfreies Leben? Wird es uns zu einfach gemacht, uns zu verschulden? Hat das neue Insolvenzrecht versagt?
Über diese und andere Fragen diskutiert die Anke Hlauschka am 11. Juni live in der Alten Lokhalle in Mainz mit:
Peter Zwegat, staatlicher Schuldnerberater mit eigener Fernsehsendung
Malu Dreyer, SPD, Sozialministerin von Rheinland-Pfalz
Christopher Pleister, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken
Claudio Visel, ehemaliger Gastwirt, war hoch verschuldet und hat seine Schulden inzwischen fast abgebaut
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




