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Frostige Zeiten für Raucher: Darf uns der Staat alles verbieten

SWR Mi 16.01.08, 20:15 Uhr

Frostige Zeiten für Raucher: Darf uns der Staat alles verbieten?

„Quergefragt“ am 16. Januar 2008, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen

Ein Kneipengast tritt aus Frust die Tür ein, ein Wirt ruft die Polizei, weil seine Gäste das Rauchen nicht sein lassen wollen, Restaurantbesucher streiten sich mit anderen Gästen über die Einhaltung des Rauchverbots. Seit Anfang Januar gilt es in fast allen Bundesländern, und die Empörung darüber ist bei vielen Rauchern groß. Sie halten es für eine massive Beschneidung ihrer Lebensqualität. Die deutschen Wirte fürchten sogar um ihre Existenz, wenn Raucher Kneipen und Restaurants künftig meiden. Um das Rauchverbot zu umgehen, werden deshalb Gaststätten kurzerhand zu Genuss- oder Raucherclubs umfunktioniert und jeder Gast Vereinsmitglied. Rechtlich dürfte dieser kreative Ausweg allerdings meistens keine Zukunft haben. Doch auch wer seine rauchenden Gäste auf die Straße schickt, hat neue Probleme. So beschweren sich Anwohner über Lärmbelästigung und den Rauch, der nun zu ihnen durchs Fenster ins Schlafzimmer zieht. Die Zahl der Wirte, die gegen das Rauchverbot klagen wollen, steigt täglich. Sie hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht doch noch zu ihren Gunsten entscheidet.

Werden Raucher bei uns zu Unrecht diskriminiert? Was wiegt schwerer: das Recht auf freie Entscheidung oder das Recht auf Gesundheit? Werden jetzt reihenweise Wirte in die Pleite getrieben? Welche Chance hat eine Klage gegen das Rauchverbot vor dem Bundesverfassungsgericht?

Über diese und andere Fragen diskutiert die „Anke Hlauschka am 16. Januar live in der Alten Lokhalle in Mainz u. a. mit:

Dr. Monika Stolz, CDU, Ministerin für Arbeit und Soziales in Baden-Württemberg

Dr. Antje-Katrin Kühnemann, TV-Ärztin

Uli Neu, Gastwirt aus Tübingen und für den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Kläger gegen das Rauchverbot vor dem Bundesverfassungsgericht

Franz Bergmüller, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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