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Fremde Heimat: Warum tun sich Türken in Deutschland so schwer

SWR Mi 13.02.08, 20:15 Uhr

Fremde Heimat: Warum tun sich Türken in Deutschland so schwer?

„Quergefragt“ am 13. Februar 2008, 20.15-21.00 Uhr live im SWR Fernsehen

Nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen ist der Streit darüber, wie weit die Integration von Türken in Deutschland gehen muss, wieder neu entfacht. Noch immer ist unklar, ob der Brand ein verheerender Unfall oder ein gezielter ausländerfeindlicher Anschlag gewesen ist. Und noch immer ist die Stimmung zwischen Deutschen und Türken angespannt. Vor allem türkische Boulevard-Medien haben die Emotionen ihrer Landsleute mit Behauptungen angeheizt, in Ludwigshafen seien ausländerfeindliche Nazi-Mörder am Werk gewesen. Kaum war am Sonntag die Trauerfeier für die Opfer, vier Frauen und fünf Kinder, zu Ende, appellierte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Köln vor rund 20.000 türkischstämmigen Deutschen an seine Landsleute, sich nicht völlig an die deutsche Kultur anzupassen.

Bereits zuvor hatte er von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) türkische Schulen und Universitäten in Deutschland gefordert. Bayerns Ministerpräsident Beckstein (CSU) wirft dem Staatsgast aus Ankara „nationalistische Töne“ vor. Es sei „kein guter Stil“, wenn Erdogan in Deutschland „eine interne Veranstaltung in türkischer Sprache“ durchführe. Auch Angela Merkel hat den Auftritt in Köln scharf kritisiert. Auf viele Türken in Deutschland allerdings hat die „Erdogan-Show“ von Köln Eindruck gemacht.

Gilt der türkische Regierungschef jetzt vielen Türken in Deutschland als ihr heimlicher Kanzler? Ist Deutschland für viele Türken nur ein Außenposten der Türkei? Warum fühlen sich viele Türken hierzulande noch immer nicht heimisch? Sind die Ereignisse um den Brand in Ludwigshafen ein Beleg für die Ausländerfeindlichkeit der Deutschen?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 13. Februar live in der Alten Lokhalle in Mainz u. a. mit:

Peter Altmaier, parl. Staatssekretär im Bundesinnenministerium, CDU

Cem Özdemir, Mitglied der Grünen im Europäischen Parlament

Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland

Ali Ertan Toprak, Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde in Deutschland. Uwe RiedingerLeiter der evangelischen Jugendfreizeitstätte Ludwigshafen/Gartenstadt

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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