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Frauen an der Macht: Wozu brauchen wir noch Männer

SWR Mi 04.07.07, 20:15 Uhr

Frauen an der Macht: Wozu brauchen wir noch Männer?

Deutschland wird von einer Frau regiert, und seit geraumer Zeit machen immer öfter die „Alpha-Mädchen“ von sich reden. Junge Frauen gelten als flexibler, fleißiger und leistungsstärker als ihre männlichen Altersgenossen. In Sachen Ausbildung, Beruf und Karriere ziehen die jungen Frauen oft an ihren männlichen Altersgenossen vorbei. In manchen Regionen Deutschlands schauen sich Personalchefs gezielt nach Frauen um. Schon wird der Ruf nach einer „Männerbewegung“ laut, die – so wie etwa der Verein „MANNdat“ – gegen die Diskriminierung des Mannes zu Felde zieht.

„Trotzdem müssen wir noch immer um unsere Gleichberechtigung kämpfen“, sagt eine Mehrzahl von berufstätigen Frauen. Die Chefetagen werden nach wie vor von Männern beherrscht, und Männer bekommen für den gleichen Job oft immer noch ein höheres Gehalt als Frauen. Feminismus und Emanzipation sind also nicht am Ende. Doch wem gilt die Kampfansage? Der echte Macho ist eine aussterbende Rasse, diagnostizieren Beobachter. Jahrzehntelanger Geschlechterkampf hat die Herren der Schöpfung zutiefst verunsichert zurückgelassen. Geht der Geschlechterkampf jetzt mit anderen Vorzeichen weiter?

Nehmen die „Alpha-Mädchen“ den Männern die Butter vom Brot? Sind Männer plötzlich das „schwache Geschlecht“? Brauchen wir eine Männerbewegung?

Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 4. Juli im Staatstheater in Mainz u. a. mit:

Thea Dorn
Philosophin und Buchautorin („Die neue F-Klasse: Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird“),

Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter
Psychoanalytiker und Autor von „Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft“,

Dr. Eugen Maus
Vorsitzender des Vereins „MANNdat“, der für die Gleichberechtigung des Mannes kämpft.

Aylin Selcuk
Vorstandsvorsitzende „Die DeuKische Generation“

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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