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Faule Kredite, rücksichtslose Manager: Verzocken die Banken unser Geld

SWR Mi 16.04.08, 20:15 Uhr

Faule Kredite, rücksichtslose Manager: Verzocken die Banken unser Geld?

„Quergefragt“ am 16. April 2008, 20.15 - 21.00 Uhr im SWR Fernsehen

Jede Woche erfährt der deutsche Steuerzahler eine neue Milliardensumme, mit der er eine der öffentlich-rechtlichen Banken sanieren darf. West LB, Bayerische Landesbank, IKB. Die Krise der Sachsen LB hat nun sogar Ministerpräsident Georg Milbradt den Job gekostet. Mit hochriskanten Geschäften haben die Landesbanker versucht, ihre Gewinne – und damit auch ihre Bonuszahlungen – nach oben zu treiben. Vor allem die Krise um amerikanische Schrottimmobilien hat jetzt viele der vermeintlich soliden Landesbanken ins Strudeln gebracht. Das Vertrauen in die Institution Landesbank ist erschüttert – nicht jedoch das der Deutschen in die private Hausbank. Wie lange noch, steht allerdings dahin. Immer mehr Kunden fürchten, dass die so genannte Beratung durch den Banker ihres Vertrauens nicht ihrer sondern seiner Gewinnmaximierung gilt. Denn auch der Bank-Berater ist vor allem Verkäufer – mit starrem Blick auf seine Provisionen. So werden immer öfter Finanzprodukte und Anlagen empfohlen, die dem Kunden nichts nutzen oder ihm sogar hohe Verluste einbringen. Dabei gehen die Kreditinstitute zunehmend aggressiv vor; nicht viel anders als so manche unabhängige Finanzdienstleister, die Bankmanager gerne als unseriöse Gierhälse geißeln. Und das wird sich sicher nicht ändern, nachdem auch die Privatbanken Milliardenverluste in der aktuellen Finanzkrise hinnehmen mussten.

Bleibt für viele die Frage: Wie sicher ist mein Geld noch bei den Banken?Warum müssen die Steuerzahler mit Milliarden für das Versagen der Landesbanker gerade stehen? Gehören die Landesbanken abgeschafft? Müssten unfähige Bankmanager nicht auch selbst für Verluste haften? Orientiert sich die Beratung in einer Privatbank am Wohl des Kunden oder am Profit für den Berater?

Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 16. April live in der Landesvertretung des Saarlandes in Berlin u. a. mit:

Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank

Horst Janson, Schauspieler und Opfer schlechter Anlageberatung

Hartmut Möllring, CDU, Finanzminister Niedersachsen

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur „Finanztest“

Bodo Ramelow, Die Linke, Vizechef der Bundestagsfraktion

Quergefragt

Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT

  • mittwochs,
    20:15 Uhr

Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.

Informationen zur Moderatorin

Anke Hlauschka

Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.


Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.
 

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