Exorzisten und lateinische Messe: Mit dem Papst zurück ins Mittelalter
Exorzisten und lateinische Messe: Mit dem Papst zurück ins Mittelalter?
Viele Kritiker von Joseph Ratzinger sehen sich heute in seinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Der deutsche Papst wolle die katholische Kirche nicht modernisieren, sondern erzkonservativ ausrichten. Dafür spricht, dass Benedikt XVI. die lateinische Messe wieder belebt. Die Gemeinde spielt dabei praktisch keine Rolle mehr, der Pfarrer steht mit dem Rücken zu den Gläubigen und hält alleine Zwiesprache mit Gott. Außerdem enthält die lateinische Messe am Karfreitag eine Fürbitte für die Bekehrung der Juden. Bisher galt, dass Juden als „ältere Brüder der Christen“ nicht missioniert werden müssen. Auch die evangelischen Christen hat der Papst schockiert. Anstatt die Ökumene weiter zu entwickeln, bescheinigte der Vatikan der evangelischen Kirche vor kurzem, dass sie keine echte Kirche sei.
Die Tatsache, dass sogar die Teufelsaustreibung durch ein Heer von Exorzisten eine Renaissance erleben soll, lässt manchen Gläubigen an seiner Kirche verzweifeln. Muss, wer an Gott glaubt, auch an den Teufel glauben? Schließt der Papst mit der lateinischen Messe Gläubige aus? Bremst er die Ökumene? Warum riskiert er den Konflikt mit den Juden?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 19. März live aus der Alten Lokhalle in Mainz mit:
Dr. Heiner Geißler, ehemaliger CDU-Generalsekretär und Autor des Buches „Was würde Jesus heute sagen?“
Andreas Englisch, Vatikankorrespondent der BILD-Zeitung
Pater Franz Schmidberger, Distriktoberer der ultraorthodoxen Vereinigung Sankt Pius X. in Stuttgart
Prof. Dr. Horst Herrmann, ehemaliger Professor für katholische Theologie und heute scharfer Papst-Kritiker
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




