Ersatzteillager Mensch: Müssen wir unsere Organe spenden
Ersatzteillager Mensch: Müssen wir unsere Organe spenden?
„Quergefragt“ am 13. Juni, 20.15 - 21.00 Uhr im SWR Fernsehen
Täglich sterben in Deutschland Menschen, weil sie kein Organ gespendet bekommen. Tausende stehen auf der Warteliste für Spenderorgane. Obwohl sich die große Mehrheit der Deutschen für solche Spenden ausspricht, hat nur ein Bruchteil einen Organspendeausweis. Deshalb wird jetzt diskutiert, ob grundsätzlich jeder Deutsche Organspender werden soll, außer er widerspricht vorher ausdrücklich. Doch das setzt Aufklärung voraus. Im Moment ist das Thema mit vielen Ängsten und Vorurteilen belastet. So fürchten viele, dass sie bei einem Unfall möglicherweise schneller als nötig für todgeweiht erklärt werden, wenn sie zur Organspende bereit sind. Auch die Vorstellung „ausgeschlachtet“ zu werden, schreckt viele Menschen ab. Hinzu kommt die Befürchtung, bei einer Organentnahme noch Schmerzen zu empfinden, ohne diese äußern zu können. Doch selbst wenn eine Reform der Organspendepraxis zu mehr Spendern führen sollte, wird das die Nachfrage nicht befriedigen können. Deshalb wird inzwischen mit Nachdruck erforscht, ob in Zukunft auch Tierorgane, wie zum Beispiel Schweinenieren oder -herzen, verpflanzt werden können.
Soll jeder von uns Organspender werden - es sei denn, er widerspricht dem ausdrücklich zu Lebzeiten?
Ist jemand, der hirntot ist, wirklich tot?
Warum werden Organe ohne Narkose entnommen?
Werden in Zukunft Menschen Tierorgane eingepflanzt?
Über diese und andere Fragen diskutiert Anke Hlauschka am 13. Juni im Mainzer Staatstheater mit:
Klaus Zinnecker
der mit einer Spenderniere lebt und mit seinem Sportverein für Transplantierte für Organspenden wirbt
Gisela Meyer
eine Mutter, die bereut, ihren verunglückten Sohn als Organspender freigegeben zu haben
Prof . Alexander Kekulé
Mediziner, der die Deutschen zu mehr Organspenden ermutigen will
Prof. Linus Geisler
ehemaliger Chefarzt für innere Medizin, der die gängige Organspendepraxis kritisiert
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




