Drängeln auf der linken Spur: Wird die SPD ausgebremst
Drängeln auf der linken Spur: Wird die SPD ausgebremst?
„Quergefragt“ am 18. Juli 2007, 20.15-21.00 Uhr im SWR Fernsehen Die Linken jubeln, denn seit kurzem gibt es für sie „Die Linke“, eine neue Partei in Deutschland. Die Sozialdemokraten zittern, denn die Schöpfung des verhassten Oskar Lafontaine kann für sie zur echten Bedrohung werden. Nach den Schröder-Jahren finden viele alte SPD-Wähler bei ihrer Partei keine Heimat mehr. Beim Thema „Soziale Gerechtigkeit“ hat die neue Linkspartei in den Augen vieler mehr Glaubwürdigkeit als Kurt Beck und seine Genossen. Auch deshalb versucht der SPD-Parteichef gemeinsam mit Vizekanzler Franz Müntefering durch Besinnung auf Kernstücke linker Sozialpolitik wie dem Mindestlohn bei der eigenen Klientel wieder Punkte zu sammeln. Doch das führt unweigerlich zum Krach in der Großen Koalition. Und dort scheint die CDU am längeren Hebel zu sitzen, denn die SPD kann sich Neuwahlen im Moment nicht leisten. Angesichts schlechter Umfragewerte würde das für die Sozialdemokraten wohl im Desaster enden.
Muss die SPD auf Bundesebene mit der Linkspartei koalieren, um auch in Zukunft regieren zu können? Haben die Sozialdemokraten ihre Wähler verraten? Was ist „linke“ Politik?
Über diese und andere Fragen diskutiert Birgit Wentzien am 18. Juli in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin mit:
Dr. Erhard Eppler, SPD, langjähriger Parteistratege und ehemaliger Bundesminister
Dr. Gregor Gysi, Die LINKE, Fraktionsvorsitzender im Bundestag
Wolfgang Bosbach, CDU, Vize-Chef der Unionsfraktion im Bundestag
Prof. Dr. Dr. Karl-Rudolf Korte, Parteienforscher an der Universität Duisburg-Essen
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




