Die Steuer-Erhöher von Berlin: Abkassieren statt reformieren
Die Steuer-Erhöher von Berlin: Abkassieren statt reformieren?
Quergefragt, Mittwoch, 3. Mai 2006, 20.15 – 21.00 Uhr im SÜDWEST Fernsehen:
Angela Merkel verkündet, dass eine „neue Gerechtigkeit“ in Deutschland Einzug halten soll. Führt deshalb die Kanzlerin ab nächstem Jahr eine Reichensteuer ein? Fest steht, nachdem Rot-grün die Einkommensteuer gesenkt hatte, wird nun Topverdienern ab 2007 Jahr wieder ein Aufschlag von drei Prozent abverlangt. Damit kommen zwar nur bis zu 300 Millionen Euro für die Staatskasse zusammen, trotzdem hält gerade die SPD die Reichensteuer für ein wichtiges Signal: Bürger mit hohen Einkommen müssten auch mehr als andere zum Gemeinwohl beitragen. Eine reine „Neidsteuer“ sei das, kritisieren dagegen viele Unternehmer. Die Leistungsträger würden damit aus dem Land getrieben. 2007 wird überhaupt das Jahr der Steuererhöhungen. Auch die Mehrwertsteuer wird dann um drei Prozentpunkte angehoben. Von anderen Belastungen, die uns noch ins Haus stehen könnten, ganz zu schweigen: zum Beispiel einem Gesundheitssoli. Heißt reformieren in der großen Koalition automatisch immer der Griff in unseren Geldbeutel? Werden all die Steuererhöhungen die gerade anlaufende Konjunktur wieder abwürgen? Haben die Deutschen mehr Angst vor echten Reformen als vor höheren Steuern?
Über diese und andere Fragen diskutieren Anke Hlauschka und Christian Döring live aus dem Staatstheater Mainz mit:
Heiko Maas, SPD, Vorstandsmitglied und Parteivorsitzender Saarland
Klaus Ernst, Parteivorsitzender WASG, Fraktionsvize Die Linke
Prof. Dr. Rolf Peffekoven, Wirtschaftswissenschaftler
Albert Reiss, Geschäftsführer Arku Maschinenbau GmbH
Quergefragt
Informationen zur Sendereihe QUERGEFRAGT
Quere Themen, quere Menschen, aktuelle und kompetente Information auch mal abseits des journalistischen Mainstreams. Das ist „Quergefragt – Talk aus dem Staatstheater“. Jeden Mittwoch nehmen vier Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den roten Sofas von Anke Hlauschka Platz. Hat der Kanzler das Vertrauen der Wähler verspielt? Wie gefährlich sind weiche Drogen? Wer kann den Reformstau in Deutschland beseitigen? Über diese Themen wird bei Quergefragt engagiert gestritten.Harter Polit-Talk und einfühlsame Interviews werden bei Quergefragt vereint. Die Sendung setzt so einen neuen Akzent in der deutschen Talkshow-Landschaft. Auch der Anblick des Mainzer Doms, den der Zuschauer durch die Glasfassade des Theaters ständig im Blick hat, mahnt Moderatoren und Macher von Quergefragt an die Suche nach Wahrheit.
Informationen zur Moderatorin
Anke Hlauschka
Sie steht für Politik pur: Elf Jahre lange moderierte Anke Hlauschka das "Tagesgespräch" im Hörfunk, zunächst im SWF, nach der Fusion im SWR. Ihre Interviews mit Politikern aus Bund und Land haben sie überregional bekannt gemacht. Angefangen hat sie mit Prominenten-Talks aber schon viel früher: 1975 für die Sendung "SWF3-Extra-Drei". Später moderierte sie zahlreiche Politik- und Nachrichtensendungen im damaligen Südwestfunk.
Aufgewachsen ist Anke Hlauschka in Schweinfurt. Ein Soziologiestudium in München brach sie ab, weil das Angebot eines Hörfunkvolontariats beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart lockte. Danach arbeitete Hlauschka als Redakteurin im SDR-Zeitfunk und in der Nachrichtenredaktion. Es folgte ein einjähriges Zwischenspiel beim Südwestfunk in Tübingen und dann der Wechsel in die damalige Südwestfunk-Zentrale nach Baden-Baden.




